array( "Salamandra atra" => array( "Name" => "LAURENTI, 1768;Alpensalamander", "Merkmale" => "Länge etwa 12 bis 16 cm. Relativ schlanker, mittelgroßer Landsalamander. Unverkennbar durch seine stets einfarbige, lackschwarze Färbung (mit Ausnahme der seltenen, gelblich gefleckten Unterart S. a. aurorae aus dem nordöstlichen Italien (Provinz Vicenza, zwischen 1300 und 1500 m). Haut relativ glatt, aber mit einer Reihe von deutlichen Warzen entlang der Rückenmitte und an den Körperseiten. Der Rumpf erscheint durch 11-13 Rippenfurchen deutlich segmentiert. Nierenförmige Ohrdrüsen und im Querschnitt „kantig“ wirkender Schwanz.", "Verbreitung" => "In den Alpen und Voralpen sowie in isolierten Populationen südlich auf dem Balkan bis Nordalbanien. In Höhen von 430-2800 m, am häufigsten zwischen 800 m und 2000 m. In Baden-Württemberg nur im äußersten Südosten (Raum Isny).", "Lebensraum" => "Gebirgsbewohner. Bevorzugt Orte mit hoher Luftfeuchte, z. B mooriges Gelände, feuchte Almweiden oder Lichtungen und Ränder von Bergwäldern. Oft unter Steinen oder Totholz; stellenweise häufig.", "Biologie" => "Reiner Landbewohner. Je nach Höhenlage etwa von April bis Oktober aktiv, vorwiegend nachts, nach Regenfällen auch am Tage. Paarungen finden an Land statt, wobei sich das Männchen unter das Weibchen schiebt, dessen Vorderbeine umklammert und seinen Samenträger am Boden absetzt. Das Weibchen nimmt diese Spermatophore mit der Kloake auf, sodass eine innere Befruchtung stattfindet. Die gesamte Larvalentwicklung einschließlich Metamorphose findet im Mutterleib statt. In der Regel kommen erst nach einer Tragzeit von 2 bis 3 Jahren zwei vollständig entwickelte, bereits 4-5 cm lange Jungtiere zur Welt." ), "Salamandra salamandra" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Feuersalamander", "Merkmale" => "Länge bis maximal 25 cm, in Mitteleuropa aber meist nur 14-18 cm. Kräftiger, gedrungen gebauter Landsalamander mit kurzen Gliedmaßen und drehrundem Schwanz. Haut relativ glatt, seitlich entlang der Rückenmitte je eine Reihe kleiner Drüsenporen, am Hinterkopf ein Paar kräftiger Ohrdrüsen. Rücken in der Regel lackschwarz mit einem Muster aus gelben, orange-gelben oder rötlichen, unregelmäßig geformten Flecken oder Streifen. Bauch schwarz bis grau, oft schwach gelblich gefleckt.", "Verbreitung" => "Sehr großes Verbreitungsgebiet, fast gesamtes Europa außer Norden, außerdem Nordwestafrika und Teile von Südwestasien. Fehlt aber auf fast allen Mittelmeerinseln. Meist in Höhen von unter 800 m, in Zentralspanien und auf dem Balkan bis maximal 2300 m. In Deutschland in zwei Unterarten: das Verbreitungsgebiet der mehr oder weniger deutlich längsgestreiften S. a. terrestris erstreckt sich vom Westen Deutschlands über Frankreich bis in den Norden Spaniens, während die unregelmäßig gefleckte Nominatform S. a. salamandra, den Südosten Deutschlands, Teile Osteuropas und der Balkanhalbinsel besiedelt. In Baden-Württemberg relativ weit verbreitet, fehlt aber in Oberschwaben, in der Oberrheinebene, auf der schwäbischen Alb und im Nordosten des Landes.", "Lebensraum" => "Vor allem in feuchten, kühlen Laubmischwäldern, oft in der Nähe von Bächen, aber auch in offenen Lebensräumen, z.B. auf Viehweiden und selbst in Städten. Häufig in Mittelgebirgen in Höhenlagen zwischen 600 und 1000 m. Als Larvengewässer dienen vor allem Stillwasserzonen (Kolke) fischfreier Bäche, aber auch Flachwasserbereiche von Teichen und Bergseen.", "Biologie" => "Terrestrische, vorwiegend nachtaktive Art, tagsüber versteckt unter Steinen und Totholz. Nahrung aus Schnecken, Spinnen, Tausendfüßern, Käfern und Regenwürmern. Die Tiere besitzen starke Hautgifte zur Abwehr von Feinden und werden 10-15, im Terrarium sogar über 50 Jahre alt. Paarungen finden an Land statt, wobei sich das Männchen unter das Weibchen schiebt, dessen Vorderbeine umklammert und schließlich eine Spermatophore am Boden absetzt. Das Weibchen nimmt diese mit der Kloake auf und es findet eine innere Befruchtung statt. In der Regel im zeitigen Frühjahr, selten auch schon im Herbst, werden 10 bis maximal 80 Larven in Bächen abgesetzt (Larviparie). Einige Unterarten, v.a. in Nordspanien, gebären auch vollentwickelte Jungtiere (Juviparie)." ), "Mesotriton alpestris" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Bergmolch", "Merkmale" => "Anmerkung: Die „kleinen“ europäischen Wassermolche wurden kürzlich von Triturus in die Gattung Lissotriton überführt, der Bergmolch in die Gattung Mesotriton. Länge der Männchen 8 bis 9 cm, der Weibchen 10 bis maximal 12 cm. Mittelgroßer, flachköpfiger Wassermolch mit kurzen Beinen und seitlich abgeflachtem Schwanz. Männchen zur Fortpflanzungszeit mit niedriger Rückenleiste, die direkt in einen Schwanzsaum übergeht. Oberseite der Männchen hell- bis graublau. Seitlich an Kopf und Rumpf ein silberweißes Band mit kleinen schwarzen Punkten, darunter eine leuchtend hellblaue Zone, die an die orangefarbene Unterseite angrenzt. Oberseite der Weibchen bräunlich, grau, grünlich oder fast schwarz, oft mit Marmorierung. Bauchseite ungefleckt, einfarbig orangerot.", "Verbreitung" => "Weit verbreitet vor allem im Berg- und Hügelland Mitteleuropas, vom äußersten Westen Russlands bis Nordspanien und von Süddänemark bis Griechenland und Mittelitalien (außerdem isoliert in Süditalien). Am häufigsten in Höhenlagen zwischen 500 m und 2000 m, im Gebirge in Höhen bis über 2500 m, im Flachland seltener. In Baden-Württemberg flächendeckend verbreitet und häufig.", "Lebensraum" => "In feuchten, kühlen Habitaten in der Nähe von Gewässern, z.B. in Laubmischwäldern, in Gärten oder Kulturland. Während der Fortpflanzungszeit in Teichen und Kleinstgewässern wie Wildsuhlen, Gräben oder Wasser gefüllte Radspuren, in Bergseen, seltener auch in langsam fließenden Bächen. Überwintert in Erdhöhlen an Land, seltener im Gewässer.", "Biologie" => "Nachtaktiver Molch, der nur während der Fortpflanzungszeit von Ende Februar bis etwa Juni auch am Tage zu beobachten ist. Bei den Balzspielen werben oft mehrere Männchen um ein Weibchen. Das Männchen steht dabei dicht vor der Partnerin und fächelt ihr mit seitlich umgelegtem Schwanz Duftstoffe aus der Kloake zu. Das Weibchen wird unermüdlich verfolgt, bis es seine Paarungswilligkeit durch eine leichte Berührung in der Schwanzregion des Männchens signalisiert. Nach dem Absetzen der männlichen Spermatophore kriecht das Weibchen darüber und nimmt den Samenträger mit der Kloake auf (innere Befruchtung). Innerhalb der Laichsaison legt ein Weibchen über mehrere Wochen hinweg bis zu 250 Eier, die es mit den Hinterbeinen jeweils einzeln an die Blätter von Wasserpflanzen heftet und einfaltet. Ab Juni oder Juli gehen die adulten Tiere zum Landleben über, die Abwanderung der Jungmolche findet im September und Oktober statt." ), "Triturus cristatus" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Kammmolch", "Merkmale" => "Länge der Männchen 10 cm bis maximal 16 cm, der Weibchen 11-19 cm. Kräftiger, breitköpfiger Wassermolch mit grobkörniger Haut. Oberseite dunkelbraun, grau- oder schwarzbraun, mit mehr oder weniger deutlichen schwarzen Flecken und an den Flanken intensiv weißlich granuliert. In Landtracht auch am Rücken einfarbig schwarz. Bauchseite orangerot bis gelb mit großen schwarzen Flecken. Kehle dunkelorange bis schwarz, mit kleinen weißen Punkten. Männchen während der Paarungszeit mit hohem, stark gezacktem Rückenkamm, der über der Schwanzwurzel vom ebenfalls hohen Schwanzsaum durch einen deutlichen Einschnitt getrennt ist. Weibchen ohne Rückenkamm, aber mit Schwanzsaum. Schwanz beim Männchen seitlich mit perlmuttfarbenem Längsband, beim Weibchen entlang der Unterseite orangefarben.", "Verbreitung" => "Weite Teile Nord-, Mittel- und Osteuropas, von Frankreich bis zum Ural. Vor allem im Flach- und Hügelland zwischen 200 und 600 m, seltener auch bis 1000 m und maximal bis 1700 m. In Baden-Württemberg nur selten und zerstreut vorkommend, fehlt z.B. im Schwarzwald und in weiten Teilen der schwäbischen Alb.", "Lebensraum" => "Zur Paarungszeit v.a. in permanenten, stehenden Gewässern mit Pflanzenbewuchs, z.B. Teiche und Wiesengräben, oder auf Überschwemmungsflächen. In offenen Landschaften (Agrarland, Kiesgruben), aber auch in Waldgebieten. Im Sommer an Land unter Totholz, meist in Gewässernähe. Überwinterung im Erdboden.", "Biologie" => "Bis vor wenigen Jahren galt der Kammmolch als nur eine Art mit 4 Unterarten. Mittlerweile spricht man auch von einer „Superspezies“, also einem Komplex aus 4 eng miteinander verwandten Kammmolchen, die untereinander fruchtbare Hybride erzeugen können. In Europa sind dies neben dem Kammmolch (Triturus cristatus) der Donau-Kammmolch (Triturus dobrogicus), der Alpen- oder Italienische Kammmolch (Triturus carnifex) sowie der Balkan-Kammmolch (Triturus karelinii arntzeni). Paarungszeit von März bis Juni, ab Juli wandern die Tiere wieder vom Gewässer ab. Gelege aus insgesamt 200-400 relativ großen Eiern werden über mehrere Wochen hinweg einzeln an Wasserpflanzen geklebt. Larven schlüpfen nach 2-3 Wochen, Metamorphose der bis zu 8 cm langen Larven etwa 3 Monate später." ), "Triturus carnifex" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Alpen-Kammmolch", "Merkmale" => "Länge der Weibchen 12 bis maximal 18 cm, der Männchen etwa 10 bis 15 cm. Kräftiger, breitköpfiger Wassermolch mit relativ glatter bis feinkörniger Haut. Oberseite grau, schwarzbraun oder gelblich mit deutlichen, großen, schwarzen, rundlichen Flecken. Dem Kammmolch sehr ähnlich, aber Flanken in der Regel ohne weißliche Granulierung. Jungtiere und Weibchen in Landtracht oft mit rötlicher Mittellinie. Bauchseite orangerot mit großen schwarzen Flecken, Kehle dunkel mit kleinen weißen Punkten. Männchen während der Paarungszeit mit gezacktem Rückenkamm, der etwas niedriger ist als beim Kammmolch, aber ebenfalls durch einen tiefen Einschnitt vom Schwanzsaum getrennt. Weibchen ohne Rückenkamm, mit niedrigem Schwanzsaum. Schwanz beim Männchen seitlich mit perlmuttfarbenem Band, beim Weibchen mit orangefarbener Unterseite, aber ohne Perlmuttband.", "Verbreitung" => "Von den nordöstlichen Alpen in Österreich über die südliche Schweiz (Tessin, angesiedelt in der Umgebung von Genf) bis nach Italien und in den westlichen Balkan. In Südostbayern (Berchtesgadener Land), einer Kontaktzone mit dem Nördlichen Kammmolch, leben vermutlich keine reine Alpenkammmolchvorkommen, sondern Hybrid-Populationen zwischen beiden Arten. Anzutreffen vor allem in Höhen zwischen 400 m und 1600 m, die Balkan-Unterart T. c. macedonicus bis maximal 2140 m. Fehlt in Baden-Württemberg.", "Lebensraum" => "Zur Paarungszeit in größeren, permanenten, stehenden Gewässern oder langsam fließenden Bächen mit dichtem Pflanzenbewuchs. Im Sommer an Land, in lichten Laubmischwäldern oder auf Wiesen.", "Biologie" => "Bis vor wenigen Jahren galt der Kammmolch als nur eine Art mit 4 Unterarten. Mittlerweile spricht man auch von einer „Superspezies“, also einem Komplex aus 4 eng miteinander verwandten Kammmolchen, die untereinander fruchtbare Hybride erzeugen können. In Europa sind dies neben dem Alpen- oder Italienischen Kammmolch (Triturus carnifexs) der Kammmolch (Triturus cristatus), der Donau-Kammmolch (Triturus dobrogicus) sowie der Balkan-Kammmolch (Triturus karelinii arntzeni). Der Mazedonische Kammmolch (T. carnifex macedonicus) galt bis vor kurzem als Unterart von Triturus karelinii, jetzt aber als Unterart des Alpen-Kammmolches. Er besiedelt das Balkangebiet, während die Nominatform T. c. carnifex in Österreich und Italien vorkommt. Paarungszeit etwa von März bis Juni mit innere Befruchtung. Gelege aus insgesamt 200-400 relativ großen Eiern werden über mehrere Wochen hinweg einzeln an Wasserpflanzen geklebt." ), "Lissotriton helveticus" => array( "Name" => "(RAZOUMOWSKY, 1789);Fadenmolch", "Merkmale" => "Anmerkung: Die „kleinen“ europäischen Wassermolche wurden kürzlich von Triturus in die Gattung Lissotriton überführt. Länge maximal 9,5 cm, Männchen etwa 8 cm. Schlanker, graziler Wassermolch. Länglicher Kopf mit 3 deutlichen Längsfurchen und dunklem, über das Auge zur Schläfe ziehendem Längsstreifen. Oberseite hellbraun, gelblich oder olivfarben, mit dunklen Flecken oder undeutlich marmoriert. Bauchseite in der Mitte zart „silbrig“ orange bis gelb, ungefleckt oder mit wenigen undeutlichen Punkten. Kehle weißlich bis rosa und ungefleckt. Männchen während der Paarungszeit mit niedriger, glattrandiger Rückenleiste, mäßig entwickeltem Schwanzkamm, deutlich vom Schwanzende abgesetzten, 5-8 mm langen Endfaden und dunklen, kräftig entwickelten Schwimmsäumen an den Hinterfüßen. Schwanz seitlich mit orangefarbenem Band, ober- und unterseits jeweils mit einer Reihe dunkler Flecken. Ballen der beiden äußeren Zehen v.a. bei den Weibchen mit jeweils einem hellen Fleck (Fußsohlenhöcker).", "Verbreitung" => "Westliches Europa, von Nordportugal über Frankreich und Großbritannien bis Mitteldeutschland. Vor allem im bewaldeten Hügelland in Höhen bis etwa 1000 m, in den Pyrenäen bis maximal 2400 m. In Baden-Württemberg vor allem in den westlichen Landesteilen verbreitet, fehlt im Nordosten und Südosten (Arealgrenze).", "Lebensraum" => "Zur Paarungszeit in kleineren, meist kühlen, stehenden Gewässern, wie Teichen, Tümpeln, Pfützen, Wagenspuren oder Überschwemmungsflächen. Im Sommer an Land, in lichten Mischwäldern.", "Biologie" => "Fortpflanzung etwa von März bis Anfang Juli. Balz mit innerer Befruchtung ähnlich wie bei anderen Wassermolchen. Bei den Balzspielen fächelt das Männchen mit seitlich umgelegtem Schwanz Duftstoffe aus der Kloake zu. Nach dem Absetzen der männlichen Spermatophore nimmt das Weibchen diesen Samenträger mit der Kloake auf (innere Befruchtung). Ingesamt 300-450 Eier werden vom Weibchen jeweils einzeln an Wasserpflanzen abgelegt." ), "Lissotriton vulgaris" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Teichmolch", "Merkmale" => "Anmerkung: Die „kleinen“ europäischen Wassermolche wurden kürzlich von Triturus in die Gattung Lissotriton überführt. Gesamtlänge der Männchen bis 11 cm, der Weibchen bis 9,5 cm. Schlanker, relativ „zartgliedriger“ Wassermolch mit länglichem Kopf und glatter Haut. Kopfoberseite mit 3 Längsfurchen sowie 5 mehr oder weniger deutlichen, dunklen Längsstreifen. Oberseite hellbraun, gelblich, dunkelgrau oder grünlichbraun; Männchen mit großen, dunklen, mehr oder weniger runden Flecken, Weibchen oftmals mit kleinen Punkten oder nahezu einfarbig. Bauchseite der Männchen in der Mitte leuchtend orangerot oder gelb mit kräftigen braunen Flecken. Bauch der Weibchen blasser, mit kleineren Flecken. Kehle in der Regel dunkel gepunktet, bei manchen Tieren, vor allem den Weibchen, undeutlich. Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr mit hohem, gewelltem oder gezacktem Rückenkamm, der ohne deutliche Einbuchtung direkt in einen hohen Schwanzsaum übergeht. Unterseite des Schwanzsaums auffallend orange und blau. Weibchen ohne Rückenkamm, mit verbreitertem Schwanzsaum. Schwanz spitz zulaufend, bei mitteleuropäischen Exemplaren ohne Endfaden (in Südeuropa meist mit Endfaden). Breite, dunkle Hautsäume an den Zehen der Männchen.", "Verbreitung" => "Anpassungsfähige Art, die weit in Europa verbreitet ist. Lebt vor allem im Flach- und Hügelland in Höhen von 100-1000 m, in Kärnten ausnahmsweise bis über 2000 m. In Baden-Württemberg flächendeckend verbreitet, mit Ausnahme des Schwarzwaldes.", "Lebensraum" => "Zur Fortpflanzungszeit in kleineren, stehenden, besonnten und vegetationsreichen Gewässern mit Flachwasser- und Verlandungszonen, z.B. Tümpel, Teiche, Gräben oder Fahrspuren. An Land versteckt lebend an feuchten Plätzen, z.B. unter Totholz in Laubmischwäldern oder im Randbereich von Teichen und Seen, als Kulturfolger aber auch in Gärten oder auf Wiesen.", "Biologie" => "Lebensweise generell weniger aquatisch als die der anderen europäischen Wassermolche. Eng verwandt mit dem Fadenmolch, mit dem Kreuzungen auftreten können. An Land nachtaktiv, während der aquatischen Phase, die in Mitteleuropa etwa von März bis Juli dauert, auch tagaktiv. Balz mit innerer Befruchtung ähnlich wie bei anderen Wassermolchen. Bei den Balzspielen fächelt das Männchen mit seitlich umgelegtem Schwanz Duftstoffe aus der Kloake zu. Nach dem Absetzen der männlichen Spermatophore nimmt das Weibchen diesen Samenträger mit der Kloake auf (innere Befruchtung). Die Weibchen setzen im Laufe einer Saison insgesamt 100-300 Eier ab, die sie einzeln in die Blätter von Wasserpflanzen einfalten." ) ), "Unken (Bombinatoridae)" => array( "Bombina bombina" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1761);Rotbauchunke", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge 3-5 cm. Körper abgeflacht mit runder Schnauzenform. Herzförmige Pupille, Trommelfell nicht sichtbar, keine Ohrdrüsen. Rückenhaut mit flachen, weichen Warzen, die jeweils einen kleinen, schwarzen Hornhöcker in der Mitte aufweisen. Oberseite dunkel- bis hellgrau, braun oder grünlich, manchmal mit grünen Flecken oder grüner Mittellinie. Bauchseite mit einem leuchtend orangefarbenen bis roten und schwarzen bis dunkelgrauen Fleckenmuster. Im Gegensatz zur ähnlichen Gelbbauchunke sind die dunklen Zeichnungselemente stets mit vielen kleinen weißen Punkten besetzt und die Finger- und Zehenspitzen sowie die 1. (also inneren) Finger und Zehen sind nicht intensiv gelb, sondern dunkelgrau bis schwarz. Kräftige Schwimmhäuten zwischen den Zehen. Männchen mit innerer Schallblase, in der Fortpflanzungszeit mit Brunstschwielen an der Innenseite der Unterarme.", "Verbreitung" => "Im östlichen Europa, von Schleswig-Holstein, Sachsen und Österreich über den östlichen Balkan bis zum Schwarzen Meer. Typische Flachlandart (daher auch Tieflandunke genannt), meist in Höhenlagen unterhalb 200 m, maximal bis 600 m. Keine Vorkommen in Baden-Württemberg.", "Lebensraum" => "Wärme liebende, stark wassergebundene Art, vor allem in sonnenexponierten, vegetationsreichen, stehenden Gewässern mit permanenter Wasserführung, z.B. in Weihern, Gräben, Flussaltarmen oder auf Überschwemmungsflächen. Überwintert im Erdboden an Land in der Nähe der Wohngewässer.", "Biologie" => "Charakteristisches Abwehrverhalten, den „Unkenreflex“. Bei Gefahr nehmen sie eine so genannte Kahnstellung ein, bei der der Rücken durchgebogen und die Arme und Beine seitlich nach oben gebogen werden. Dabei werden Teile der leuchtend orangeroten Unterseite, vor allem der Gliedmaßen, sichtbar. Die Tiere werfen sich nicht auf den Rücken, um ihren Bauch zu präsentieren. Als weitere Abwehrmaßnahme scheiden Unken ein weißliches, die menschlichen Schleimhäute stark reizendes Hautsekret aus („Unkenschnupfen“). Von März bis Oktober sowohl am Tage als auch nachts aktiv. Die Nahrung besteht vor allem aus Insekten und Spinnentieren. Fortpflanzung etwa von Mai bis Juli; die lauten und melodisch klingenden Unkenrufe sind dann weithin zu hören. Bei der Paarung umklammert das Männchen das Weibchen in der Lendengegend. Insgesamt 80-300 Eier werden in Form kleiner Laichklumpen aus jeweils 20-30 Eiern an Wasserpflanzen geheftet." ), "Bombina variegata" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Gelbbauchunke", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge 4-5,5 cm. Körper „krötenähnlich“, jedoch abgeflacht und ohne Ohrdrüsen. Haut sehr warzig und rau; in der Mitte der kräftigen Warzen befinden sich meist mehrere winzige, schwarze „Hornstacheln“. Pupille herzförmig, kein äußerlich sichtbares Trommelfell. Oberseite lehmfarben, gelblich oder grau- bis olivbraun. Bauchseite dunkelgrau oder schwarz, mit leuchtend gelber bis schwach orangefarbener Fleckenzeichnung. Im Gegensatz zur Rotbauchunke befinden sich auf den dunklen Flächen nur wenige undeutliche oder keine weißen Punkte und zumindest die Finger- und Zehenspitzen sowie die 1. Finger und Zehen sind leuchtend gelb. Die Bauchzeichnung variiert sehr stark und es treten sowohl nahezu einfarbig gelbe als auch (seltener) vollständig schwarze Exemplare auf. Gut entwickelte Schwimmhäute zwischen den Zehen. Männchen ohne Schallblasen, in der Fortpflanzungszeit mit Brunstschwielen an der Innenseite der Unterarme und an mehreren Fingern.", "Verbreitung" => "Außer auf der Iberischen Halbinsel im größten Teil Mittel- und Südeuropas verbreitet, von Frankreich über die deutschen Mittelgebirge nach Süden bis Griechenland. Die in Italien südlich der Poebene lebenden Populationen werden inzwischen als eigene Art betrachtet (Italienische Gelbbauchunke, Bombina pachypus). Eine ausgedehnte, breite Kontaktzone mit der Rotbauchunke verläuft von Deutschland quer über den Balkan bis nach Bulgarien. In diesem Gebiet, z.B. in den Gebirgen der ungarischen Tiefebene, liegt eine schmale, aber stabile Hybridzone mit fruchtbaren Individuen, die die Merkmale beider Arten aufweisen. In Mitteleuropa sind Gelbbauchunken am häufigsten in Höhenlagen zwischen 300 m und 800 m, in den Alpen kommen sie bis 1900 m und im südlichen Balkan sogar bis 2200 m vor. In Baden-Württemberg nicht häufig, aber relativ flächendeckend verbreitet, mit Ausnahme der Höhenlagen des Schwarzwaldes und der schwäbischen Alb.", "Lebensraum" => "Wasser und Wärme liebende Art, vor allem in kleineren, temporären, flachen, sonnenexponierten und vegetationsarmen Standgewässern, z.B. in Gräben, Fahrspuren, Tümpeln oder Wildsuhlen. Oft in Waldnähe, aber auch in vom Menschen geschaffenen, offenen Pionierstandorten, wie beispielsweise Steinbrüchen oder Truppenübungsplätzen, die ein Mosaik aus Kleinstgewässern bieten. Im Süden oft in Überschwemmungstümpeln von Bergbächen. Überwintert in der Nähe der Gewässer an Land.", "Biologie" => "Charakteristisches Abwehrverhalten, den „Unkenreflex“. Bei Gefahr nehmen sie eine so genannte Kahnstellung ein, bei der der Rücken durchgebogen und die Arme und Beine seitlich nach oben gebogen werden. Dabei werden Teile der leuchtend orangeroten Unterseite, vor allem der Gliedmaßen, sichtbar. Die Tiere werfen sich nicht auf den Rücken, um ihren Bauch zu präsentieren. Als weitere Abwehrmaßnahme scheiden Unken ein weißliches, die menschlichen Schleimhäute stark reizendes Hautsekret aus („Unkenschnupfen“). Die Aktivitätsperiode dauert in Mitteleuropa von April bis Oktober, die Tiere sind dabei sowohl nachts als auch am Tage aktiv. Die Hauptpaarungszeit liegt in den Monaten Mai bis Juli, wobei meist mehrere, jeweils durch Regenfälle ausgelöste Laichperioden auftreten. Die Weibchen werden vom Männchen in der Lendenregion umklammert (Inguinal-Amplexus) und befestigen 100-250 Eier in Form kleiner Laichklumpen aus jeweils 10-30 Eiern an ins Wasser ragenden Grashalmen oder ähnlichen Strukturen. Unken sind sehr langlebig (im Terrarium bis zu 30 Jahren)." ) ), "Scheibenzüngler (Discoglossidae)" => array( "Alytes obstetricans" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Geburtshelferkröte", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge 4-5 cm, maximal 5,5 cm. Körper krötenähnlich gedrungen und kurzbeinig, Haut warzig. Seitlich am Rücken eine Reihe größerer, meist rötlich gefärbter Warzen, die an der kleinen Ohrdrüse beginnt und bis zum Ansatz der Hinterbeine zieht. Senkrecht schlitzförmige Pupille und gut sichtbares Trommelfell. Oberseite variabel gefärbt, meist grau, braun oder oliv, manchmal mit unauffälligen schwarzen oder grünlichen Punkten und Flecken. Bauch weißlich, an Brust und Kehle grau gefleckt. Handballen mit 3 etwa gleich großen Höckern, keine Grabschaufeln oder Schwimmhäute an den Zehen. Männchen ohne Schallblasen und Brunftschwielen, im Sommer oft mit um die Hinterbeine geschlungenen Eischnüren.", "Verbreitung" => "Im westlichen Europa, von Portugal bis Mitteldeutschland. Vor allem im bewaldeten Hügelland, meist in mittleren Höhenlagen zwischen 200 und 1000 m, in den Pyrenäen bis auf maximal 2400 m. In Baden-Württemberg nur in zerstreuten und isolierten Populationen, vor allem im Südwesten am Südrand des Schwarzwaldes. Fehlt in weiten Teilen des Landes.", "Lebensraum" => "Feuchtwarme, sonnenexponierte, meist relativ vegetationsarme Standorte; in Mitteleuropa oft in Kulturlandschaften, wie z.B. Steinbrüche oder Kies- und Sandgruben, auf der Iberischen Halbinsel mit breiterem Habitatspektrum. Larven in kleinen und größeren Wasseransammlungen, z.B. Tümpeln, Fahrrinnen, Bächen oder Gebirgsseen. Tagsüber versteckt in Trockenmauern oder unter Steinen, meist in der Nähe der Gewässer.", "Biologie" => "Nachtaktiv. Fortpflanzungszeit in Mitteleuropa von Ende März bis August. Die wohltönenden Rufe der Männchen ähneln Funksignalen oder aus größerer Distanz Glockengeläut (daher der ältere Name Glockenfrosch). Die Paarung erfolgt an Land, wobei das Männchen das Weibchen in der Lendenregion umklammert. Die großen, mit elastischem Gallertmaterial verbundenen Eischnüre aus 20-80 Eiern schlingt das Männchen um die Fersengelenke. Manche Exemplare tragen bis zu 170 Eier und somit die Gelege mehrerer Weibchen bei sich. Die nach 3-6 Wochen schlupfbereiten Larven werden im Gewässer abgesetzt und erreichen eine Länge von 5-10 cm. Sie können in kühlen Sommern ihre Metamorphose nicht vollenden und müssen dann im Wasser überwintern." ) ), "Krötenfrösche (Pelobatidae)" => array( "Pelobates fuscus" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Knoblauchkröte", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge der Männchen 4-6,5 cm, der Weibchen 5 bis maximal 8 cm. Körperbau gedrungen, krötenähnlich. Haut dünn, feucht und relativ glatt, mit flachen Drüsenwarzen. Großer Kopf mit abgerundeter Schnauze und deutlicher, helmartiger Aufwölbung am Scheitel. Hervorstehende große Augen mit senkrecht schlitzförmigen Pupillen, keine Ohrdrüsen, Trommelfell unsichtbar. Oberseite variabel gezeichnet, bei Männchen meist hellbraun bis gelblich braun, bei Weibchen eher graubraun bis hellgrau, mit einem mehr oder weniger symmetrischen Muster aus größeren oliv- bis dunkelbraunen Flecken oder Längsbändern. An den Flanken oft mit ziegelroten Punkten und kleinen Flecken. Bauchseite weißlich, zum Teil dunkelgrau gefleckt. Männchen ohne Brunftschwielen und Schallblasen. Fersenhöcker an der 1. Zehe zu einer hellbraunen, kräftigen Grabschwiele ausgebildet. Gut entwickelte Schwimmhäute zwischen den Zehen.", "Verbreitung" => "Große Teile Mittel- und Osteuropas bis zum Ural. Vor allem im Flachland in Höhenlagen unter 200 m, in Tschechien über 700 m. In Baden-Württemberg nur in der Oberrheinebene.", "Lebensraum" => "Laichgewässer größere nährstoff- und vegetationsreiche Weiher, Teiche und Wassergräben, aber auch überschwemmte Wiesen, Seeränder und Auengewässer. An Land auf lockeren, sandigen und relativ vegetationsarmen Böden, in die sich die Tiere tagsüber vergraben. Auch auf landwirtschaftlichen Nutzflächen, z.B. in Spargelanbaugebieten oder Kartoffeläckern. Winterruhe von Oktober bis März tief im Erdboden. Das Eingraben erfolgt durch seitliche Bewegungen der Hinterbeine, wobei spezielle Muskelgruppen die scharfkantigen Grabschaufeln aufrichten.", "Biologie" => "Haut mit zahlreichen Drüsen, die bei Berührung ein schwach nach Knoblauch riechendes Sekret absondern. Außerdem dienen Aufblähen, an das Schreien von Kleinkindern erinnernde Schreckrufe und plötzliche Attacken zur Abwehr von Feinden wie Ringelnattern oder Graureihern. Außerhalb der Fortpflanzungszeit nachtaktiv, von März bis Juni im Wasser auch tagaktiv. Bei der Paarung umklammern die Männchen die Weibchen in der Lendenregion. Der Laich besteht aus relativ dicken, 20-80 cm langen Schnüren mit unregelmäßig in der Gallertmasse verteilten Eiern, die durch Umherschwimmen des Paares zwischen der Vegetation verspannt werden. Insgesamt werden etwa 1000-3000 Eier abgesetzt. Abhängig von der Wassertemperatur schlüpfen die Larven nach 4-10 Tagen und gehen nach weiteren 2,5-5 Monaten an Land. Die Kaulquappen erreichen im Durchschnitt eine Länge von 10 cm, also ein Mehrfaches der nur 2-4 cm langen Jungkröten. Regelmäßig werden aber auch bis zu 18 cm, in Ausnahmefällen sogar über 20 cm lange Larven gefunden. Solche Giganten überwintern im Laichgewässer." ) ), "Echte Kröten (Bufonidae)" => array( "Bufo bufo" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Erdkröte", "Merkmale" => "Kräftige, gedrungen gebaute Kröte mit stark variierender Gesamtlänge. In Mitteleuropa beträgt die Maximallänge der Männchen 8-9 cm, der Weibchen 11-12 cm, die meisten Exemplare liegen aber deutlich darunter. In Südeuropa erreichen die bis maximal 18 cm. Sehr warzige, drüsenreiche Haut, deutlich sichtbares Trommelfell und große Ohrdrüsen, die von oben betrachtet nach hinten leicht auseinander weichen. Pupille waagerecht oval mit kupferfarbener Iris. Oberseite bräunlich, gelblich, rötlich, grau oder oliv, einfarbig oder mit undeutlichen dunklen und hellen Flecken. Bauchseite weißlich, meist graubraun gefleckt. Männchen ohne Schallblasen, aber mit kräftigen Vordergliedmaßen und zur Paarungszeit mit schwarzen Hornschwielen an den Innenseiten der ersten 3 Finger. Mäßig entwickelte Schwimmhäute. Auf der Unterseite der längsten (mittleren) Zehe kleine, paarig angeordnete Gelenkhöcker.", "Verbreitung" => "Im größten Teil Europas, außer auf einigen Inseln wie Irland, Korsika, Sardinien, Malta, Kreta und den Balearen. Überschreitet in Finnland den Polarkreis. Sowohl im Flach- als auch im Bergland, in den Alpen bis 2200 m, in den Pyrenäen bis 2600 m. In Baden-Württemberg flächendeckend verbreitet und häufig.", "Lebensraum" => "Sehr anpassungsfähige Art, zum Ablaichen in mehr oder weniger besonnten, stehenden, meist größeren und tiefen Gewässern, wie Seen, Weihern, Fischteichen, aber auch in Flüssen, Bächen oder selten in kleinen temporären Pfützen. Wichtig sind Bezugsstrukturen zum Anheften der Laichschnüre, z.B. Wasserpflanzen oder ins Wasser ragende Äste. An Land vor allem in Wäldern, aber auch auf Wiesen, in Gärten, Parkanlagen und auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Tagsüber in Versteckplätzen unter Totholz oder Steinen. Überwinterung in Erdhöhlen an Land.", "Biologie" => "Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßern sowie Würmern und Schnecken. Bei Gefahr blähen sich Erdkröten auf, scheiden Wasser aus der Blase und giftige Sekrete aus Haut und Ohrdrüsen ab. Feinde sind die parasitischen Krötenfliegen. Aus den am Kopf der Kröten abgelegten Eiern schlüpfen Fliegenlarven, die in die Nasenhöhle wandern, dort Schleimhäute, Knorpel und Knochensubstanz zerstören und bis in das Gehirn vordringen, was schließlich zum Tod führt. Art mit relativ starker Laichplatzbindung. Zahlreiche Individuen einer Population kehren zur Fortpflanzung wieder an die Geburtsgewässer zurück, obwohl viele Paare durchaus auch neu angelegte Teiche besiedeln. Unternimmt im Laufe des Jahres relativ weite Wanderungen zwischen Laichplatz sowie Sommer- und Winterquartier. Während der Fortpflanzungszeit (in Mitteleuropa von März bis April) sowohl tag- als auch nachtaktiv. Männchen mit ausgeprägtem Paarungstrieb. Sie umklammern alles, das weich und formbar ist und damit entfernt an ein Weibchen erinnert, z.B. andere Amphibien, Fische, tote Tiere oder faulende, im Wasser treibende Pflanzenreste. Ebenso treten Paarungsknäuel mit bis zu 15 Männchen an einem Weibchen auf, das dabei oft ertränkt wird. Das Paar legt 3000-8000 Eier in Form einer einfachen, etwa 3-5 m langen Laichschnur ab. Die Kaulquappen schlüpfen nach 2-3 Wochen und fallen durch ihre schwarze Farbe und die Bildung großer Schwärme auf. Sie besitzen Bitterstoffe in der Haut und werden von Fischen zumeist verschmäht (in Fischzuchtteichen treten daher oft größere Erdkröten-Laichgesellschaften auf)." ), "Bufo calamita" => array( "Name" => "LAURENTI, 1768;Kreuzkröte", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge der Männchen bis maximal 8 cm, der Weibchen bis 9 cm. Körperbau gedrungen. Pupille rund mit gelber bis grünlicher Iris, Trommelfell relativ undeutlich. Warzige, trockene Haut und flache, angedeutet dreieckig geformte, parallel zueinander verlaufende Ohrdrüsen. Oberseite braun, grau, gelblich, oliv oder grünlich, meist mit variablen dunklen Flecken und rötlichen Warzen. In der Regel eine deutliche gelbe Mittellinie, die von der Stirn entlang der Rückenmitte bis zum Körperende verläuft. Bauchseite weißlich, meist grau gefleckt und im hinteren Drittel stärker granuliert. Männchen mit kehlständiger Schallblase, zur Paarungszeit mit schwarzen Hornschwielen an den Innenseiten der ersten 3 Finger. Kleine paarige Gelenkhöcker auf der Unterseite der längsten Zehe, Schwimmhäute mäßig entwickelt.", "Verbreitung" => "West- und Mitteleuropa, im Osten bis Westrussland. Vor allem im Flach- und Hügelland, in Spanien bis in 2500 m Höhe. In Baden-Württemberg relativ selten und zerstreut, vor allem in Kiesgruben und entlang größerer Flüsse.", "Lebensraum" => "Pionierart offener, trockener und relativ warmer Standorte mit lockeren, sandigen Böden, in die sich die Tiere gerne eingraben. Zum Laichen vor allem in flachen besonnten Gewässern spärlich bewachsener Sandgruben.", "Biologie" => "Fortbewegung weniger hüpfend oder springend, sondern nach Mäuseart laufend. Die Männchen rufen mit eindringlicher, rätschender Stimme, die dem Gesang von Maulwurfsgrillen ähnelt, aber lauter ist. Wanderfreudige Art mit geringer Laichplatzbindung. Relativ lang andauernde Fortpflanzungszeit, in Mitteleuropa von März bis September, auf der Iberischen Halbinsel von Dezember bis Juni. Das Ablaichen findet in mehreren, durch Regenfälle ausgelösten Laichperioden statt, wobei etwa 2000-4000 Eier als 1-2 m lange Laichschnüre im seichten Wasser abgelegt werden. Die schwarzen Larven schlüpfen je nach Wassertemperatur nach 2-12 Tagen und entwickeln sich sehr schnell. Sie sind robust und unempfindlich gegenüber erhöhtem Salzgehalt des Wassers und hohen Wassertemperaturen. Die Kaulquappen hinterlassen, ähnlich wie die Larven der Wechselkröte, oft ein wabenartiges Muster aus kleinen Vertiefungen auf dem Gewässerboden." ), "Bufo viridis" => array( "Name" => "LAURENTI, 1768;Wechselkröte", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge der Männchen bis maximal 9 cm, der Weibchen bis 10 cm. Körperbau gedrungen. Pupille rund mit grünlich gelber Iris, Trommelfell meist deutlich. Haut trocken mit kräftigen Warzen, parallel verlaufenden Ohrdrüsen sowie kleineren Drüsenpaketen auf Oberschenkel und Unterarmen. Oberseite hellgrau, weißlich, bräunlich oder grünlich mit einem deutlichen Muster aus großen dunkel- bis hellgrünen, scharf begrenzten Flecken und rötlichen Warzen. Selten mit weißer (aber nicht gelber) Rückenmittellinie. Bauch weißlich bis grau, meist mit kleineren dunkelgrauen bis dunkelgrünen Flecken. Männchen mit kehlständiger Schallblase und zur Paarungszeit mit schwarzen Hornschwielen an den Innenseiten der ersten 3 Finger. Kleine, einfach angeordnete (unpaarige) Gelenkhöcker auf der Unterseite der längsten Zehe. Schwimmhäute mäßig entwickelt.", "Verbreitung" => "Vor allem im östlichen und südöstlichen Europa, von Deutschland und Italien bis Zentralasien, außerdem in Nordafrika und auf großen Mittelmeerinseln wie Korsika, Sardinien, Sizilien oder Kreta; auf den Balearen eingeschleppt. Vor allem im Flachland in Höhenlagen unter 500 m, in Südeuropa aber bis 2400 m und außerhalb Europas noch deutlich darüber. In Mitteleuropa nur zerstreut vorkommend und lokal stark zurückgehend, in Baden-Württemberg vor allem im nördlichen Oberrheingebiet und entlang des Neckars.", "Lebensraum" => "Wärme liebende Steppenart, die offenes, besonntes und trockenes Gelände mit lockerem Bodensubstrat bevorzugt, z.B. Äcker, Dünen, Trockenrasen, vegetationsarme Ruderalflächen oder Erdaufschlüsse. Zur Laichzeit in stehenden Gewässern mit flachen Uferbereichen, wie Teichen oder Wassergräben, unempfindlich gegenüber erhöhtem Salzgehalt des Wassers.", "Biologie" => "In Asien kommen tri- und tetraploide Populationen vor, also Wechselkröten mit drei- bzw. vierfachen Chromosomensätzen, deren taxonomische Zuordnung noch weitgehend ungeklärt ist. Nahrung aus Spinnen, Milben, Ameisen, Käfern und anderen Insekten. Wanderfreudige, agile Art, die sich mit kleinen, schnellen Sprüngen fortbewegt. In Mitteleuropa von März bis Oktober aktiv, vor allem nachts, zur Laichzeit von April bis Juni aber auch am Tage. Die Männchen rufen mit melodischem Trillern im flachen Wasser. Das Weibchen wird vom Männchen in der Achselregion umklammert und legt 2-4 m lange, aus 2000-10000 Eiern bestehende Laichschnüre am Gewässerboden ab. Die Larven schlüpfen bereits nach 1 Woche und hinterlassen, ähnlich wie die Larven der Kreuzkröte, auf weichen Böden oft ein wabenartiges Muster, indem sie sich in Massen in kleine Mulden zurückziehen und diese so vertiefen." ) ), "Laubfrösche (Hylidae)" => array( "Hyla arborea" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Europäischer Laubfrosch", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge 4-5 cm, Weibchen bis maximal 6 cm. Glatthäutiger, langbeiniger Baumfrosch mit scheibenförmig verbreiterten Finger- und Zehenspitzen. Pupille waagerecht oval. Trommelfell klein, aber deutlich. Oberseite in der Regel einfarbig, hell- bis dunkelgrün (lackfarben), seltener auch gelblich, bräunlich, blau, grau oder gefleckt. Seitlich mit dunklem Flankenstreifen, der von der Nasenöffnung über das Trommelfell bis zur Hüfte zieht, wo er sich nach oben wölbt und eine „Hüftschlinge“ bildet. Bauch weißlich oder beige bis hellgrau mit körniger Hautstruktur. Zehen mit Schwimmhäuten. Männchen mit gelblich brauner, oft faltiger Kehle, beim Rufen mit großer, kehlständiger Schallblase. Kehle der Weibchen weiß.", "Verbreitung" => "Weit verbreitet in Europa, fehlt nur im Norden, in Großbritannien, sowie in großen Teilen Italiens und der Iberischen Halbinsel. Vor allem im Flach- und Hügelland unterhalb 800 m, aber auch höher, in Spanien bis 2000 m, in Bulgarien bis 2300 m. In Baden-Württemberg außer in den Höhenlagen des Schwarzwaldes und Teilen der schwäbischen Alb relativ flächendeckend verbreitet, aber meist selten und stark zurückgehend.", "Lebensraum" => "Außerhalb der Laichzeit auf Bäumen und Sträuchern oder im Teichröhricht, tagsüber oft direkt in der Sonne ruhend. Während der Laichzeit in stehenden, besonnten Gewässern, z.B. in Tümpeln, Wassergräben oder auf Überschwemmungsflächen. Überwinterung an Land, in Gesteinsspalten, Baumhöhlen oder Erdlöchern.", "Biologie" => "In Mitteleuropa lokal zurückgehend und z.T. stark gefährdet. Während der Fortpflanzungszeit von April bis Ende Juni rufen die Männchen vor allem nachts mit lauten, rätschenden Stimmen am Uferrand oder auf der Wasseroberfläche treibend. Die Weibchen werden in der Achselgegend umklammert und kleben zwischen 400 und 1400 Eier in Form mehrerer kleiner Klumpen von je 10-50 Stück an Wasserpflanzen. Laubfrösche erreichen ein hohes Alter von bis zu 15 Jahren." ) ), "Echte Frösche (Ranidae)" => array( "Rana arvalis" => array( "Name" => "NILSSON, 1842;Moorfrosch", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge bis zu 7,5 cm, meist kleiner. Kleiner, relativ kurzbeiniger, zierlich gebauter Braunfrosch mit spitzem Schnauzenprofil. Bei nach vorn angelegtem Bein reicht das Fersengelenk – zumindest bei mitteleuropäischen Exemplaren – nur bis zum Auge, aber meist nicht über die Schnauzenspitze hinaus. Brauner Schläfenfleck mit gut sichtbarem Trommelfell. Rückenhaut glatt mit deutlichen, oft weißlich gefärbten Drüsenleisten. Oberseite variabel und relativ kontrastreich gezeichnet, bräunlich, rötlich, gelblich oder graubraun, dunkel gefleckt. Flanken oft heller braun als der Rücken und meist mit breitem, dunkel gesäumtem, hellem Mittellängsband, aber auch zeichnungslose Tiere treten auf. Männchen zur Paarungszeit durch Lymphansammlungen unter der Haut mit „schwabbeligem“ Aussehen und oft leuchtend blau bis violett gefärbt. Bauch weißlich, in der Regel ohne Flecken. Mit Schwimmhäuten an den Hinterbeinen. Großer, fester, halbkreisförmig aufgewölbter Fersenhöcker (1. Zehe weniger als 2,1 mal so lang wie der Fersenhöcker). Männchen mit paarigen, inneren, kehlständigen Schallblasen, während der Fortpflanzung mit dunkelbraunen Brunftschwielen an den Daumen.", "Verbreitung" => "Nordöstliches Mitteleuropa, Nord und Osteuropa, östlich bis Sibirien. Die Nominatform Rana arvalis arvalis besiedelt das nördliche Areal, der Balkan-Moorfrosch (R. a. wolterstorffi) das südliche und östliche Verbreitungsgebiet. Vor allem im Flachland, meist in Höhenlagen von 400-600 m, maximal bis auf 1000 m. In Baden-Württemberg selten, nur in der nördlichen Oberrheinebene und in Oberschwaben.", "Lebensraum" => "Hauptsächlich in Niedermooren, Riedgebieten, Feuchtwiesen, Auwäldern und ähnlichen Landschaften mit hohem Grundwasserstand. Zur Laichzeit auf überschwemmten Flächen, in Torfstichen oder Teichen und Wassergräben mit gut strukturierten, besonnten Uferbereichen. Überwinterung an Land und im Bodenschlamm der Gewässer.", "Biologie" => "In Mitteleuropa etwa von März bis Oktober aktiv, vor allem nachts, zur Paarungszeit auch am Tage. Explosivlaicher, der nur für einige Tage oder wenige Wochen im März und April am Laichgewässer erscheint. Die Männchen rufen mit leiser Stimme, die an das Geräusch von Luftblasen erinnert, die aus einer untergetauchten Glasflasche entweichen. Insgesamt 800-3000 Eier werden in Form von 1-2 Laichballen unter Wasser an Ästen und Pflanzen abgelegt." ), "Rana dalmatina" => array( "Name" => "BONAPARTE, 1840;Springfrosch", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge 4 bis 6 cm, Weibchen 5 bis maximal 8 cm. Mittelgroßer, relativ schlanker Braunfrosch mit langen Beinen und langer, mäßig zugespitzter Schnauze. Bei seitlich nach vorn angelegtem Bein reicht das Fersengelenk erwachsener Tiere stets deutlich über die Schnauzenspitze hinaus. Brauner Schläfenfleck und großes, nahe am Auge gelegenes Trommelfell, das fast den Augendurchmesser erreicht. Oberseite glatt oder schwach körnig mit 2 deutlichen Rückendrüsenleisten. Meist relativ kontrastarm (laubähnlich) gezeichnet, gelbbraun, rötlich braun sandfarben oder „rosenholzfarben“, nur selten mit kräftiger Rückenzeichnung. Bauch und Kehle weißlich, in der Regel ohne dunkle Flecke. Mittelgroßer Fersenhöcker, dessen Länge im Verhältnis zur 1. Zehe zwischen den entsprechenden Werten von Gras- und Moorfrosch liegt (1. Zehe etwa 1,8-3 mal so lang wie der Fersenhöcker). Männchen ohne Schallblasen und zur Paarungszeit mit grauen Brunftschwielen an den Daumen.", "Verbreitung" => "Weite Teile Mittel- und Südeuropas, außer dem größten Teil der Iberischen Halbinsel. Vor allem im Flachland, am häufigsten in Höhenlagen unter 400 m, in den Alpen aber bis 1700 m. In Baden-Württemberg zerstreut und selten, im Wesentlichen nur in der Oberrheinebene, im Stuttgarter Raum und im Bodenseegebiet.", "Lebensraum" => "In lichten Laubmischwäldern mit Krautschicht oder auf sumpfigen Wiesen entlang von Flussläufen, oft am Waldrand und auf sonnigen Lichtungen. Zur Laichzeit in kleinen und größeren stehenden Gewässern, z.B. Tümpeln, Auwaldgewässern oder mit Wasser gefüllten Radspuren. Überwinterung an Land, v.a die Männchen aber auch unter Wasser.", "Biologie" => "Von Februar bis Oktober aktiv, vor allem nachts, während der Laichzeit von Februar bis April auch tagsüber. Frühlaicher, in Mitteleuropa meist die 1. Froschart am Gewässer. Männchen mit sehr leisen Rufen, die in der Regel unter Wasser abgegeben werden. Das Gelege aus 500-1000 Eiern (selten bis 1500) wird als einzelner Laichballen unter Wasser an Ästen oder Wasserpflanzen befestigt." ), "Rana temporaria" => array( "Name" => "LINNAEUS, 1758;Grasfrosch", "Merkmale" => "Kopf-Rumpflänge bis zu 11 cm, meist aber deutlich darunter. Kräftiger, kurzbeiniger Braunfrosch mit von der Seite betrachtet aufgewölbter, stumpfer Schnauze. Bei seitlich an den Rumpf angelegtem und vorsichtig nach vorn gebogenem Bein erreicht das Fersengelenk nicht die Schnauzenspitze. Oberseite glatt oder schwach granuliert, mit 2 relativ nahe beieinander liegenden Rückendrüsenleisten. Weibchen während der Paarungszeit oft mit gröberer, weißlicher Körnung an den Seiten („Laichausschlag“). Brauner Schläfenfleck. Oberseite variabel, hell- bis dunkelbraun, gelblich, oliv oder rötlich, mit unterschiedlich geformten schwarzen oder bräunlichen Flecken. Manchmal auch mit einer hellen, verwaschen wirkender Mittellinie auf dem Rücken. Bauchseite weißlich bis grau, in der Regel bräunlich marmoriert oder getüpfelt. Kräftig entwickelte Schwimmhäute an den Hinterbeinen. Fersenhöcker relativ flach, weich und kurz (1. Zehe 2,2-4 mal so lang wie der Fersenhöcker). Männchen mit paarigen, kehlständigen, inneren Schallblasen, zur Paarungszeit mit schwarzen Brunftschwielen an der Oberseite der Daumen, mit bläulicher Kehle und durch Lymphansammlungen unter der Haut „glibberig“ wirkendem Körper.", "Verbreitung" => "Weit verbreitet im zentralen und nördlichen Europa, im Norden bis zum Nordkap, im Osten bis zum Ural, fehlt aber in weiten Teilen Spaniens, Italiens und Griechenlands. Sowohl im Flachland als auch im Gebirge, vor allem in kühlen, schattigen Habitaten, in den Pyrenäen bis fast 3000 m. Amphibienart mit der nördlichsten Verbreitung und dem höchsten Vertikalvorkommen in Europa. In Baden-Württemberg flächendeckend verbreitet und meist häufig. In manchen Populationen sind in neuerer Zeit aber auch starke Rückgänge zu verzeichnen. ", "Lebensraum" => "Vor allem in offenen Lebensräumen sehr häufig, z.B. in Gärten, auf feuchten Wiesen oder Äckern, aber auch in Wäldern. Zur Paarungszeit in stehenden und langsam fließenden Gewässern unterschiedlicher Größe wie Teichen, Fahrspurrinnen, Moorschlenken, Schmelzwassertümpeln, Gräben, temporären Pfützen oder sonnenexponierten Verlandungsbereichen von Seen. Im Sommer oft in der Nähe von Bachufern oder an Teichrändern. Überwinterung sowohl im Wasser als auch an Land. Aquatisch überwinternde Exemplare bewegen sich z.T. unter der Eisdecke.", "Biologie" => "Anpassungsfähige Art, die sich vor allem von Insekten und anderen Gliederfüßern ernährt. In Mitteleuropa von Februar bis Oktober aktiv, vor allem nachts, zur Laichzeit aber auch tagsüber. Explosivlaicher, der sich nur im Frühjahr wenige Wochen (bis etwa April) am Laichgewässer aufhält. Die Männchen rufen mit leiser, knurrender Stimme im Gewässer und klammern eintreffende Weibchen in der Achselgegend (Axillaramplexus). Jedes Paar setzt 1 bis maximal 2 Laichballen mit insgesamt 1000-4000 Eiern am Boden des Gewässers ab. Oft bilden sich in bestimmten Gewässerabschnitten große Laichgesellschaften mit hunderten von Individuen. Die zahlreichen zugleich abgesetzten Laichballen steigen durch Ansammlung von Luftbläschen in der Gallertmasse in der Regel bald an die Wasseroberfläche, wo sie großflächige Eifladen bilden. Die Eier sind kälteresistent und halten selbst kurzzeitiges Einfrieren aus." ), "Rana ridibunda" => array( "Name" => "PALLAS, 1771;Seefrosch", "Merkmale" => "Männchen 5-10 cm, Weibchen 6 bis maximal 14 cm. Großer, kräftiger Wasserfrosch mit langen Beinen und stumpfer Schnauze. Die korrekte Bezeichnung für unsere heimischen Seefrösche ist aktuell noch in der Diskussion, da sich offensichtlich mehrere Arten unter der Bezeichnung Rana ridibunda verbergen. Die auf dem südlichen Balkan lebenden Populationen werden auch als Rana kurtmuelleri oder Rana balcanica bezeichnet, vermutlich ungültigen Synonymen. Neueste Befunde deuten darauf hin, dass die mitteleuropäischen und auch die meisten südeuropäischen Populationen zwar derselben Art angehören, sich genetisch aber von der aus Osteuropa stammenden „echten“ Rana ridibunda deutlich unterscheiden. Sollte sich dies bestätigen, könnte für unseren einheimischen Seefrosch ein anderer Name Gültigkeit bekommen. Haut relativ warzig und rau, mit deutlichen Rückendrüsenleisten. Oberseite meist olivbraun bis grau, seltener auch dunkel- bis hellgrün oder gelblich mit unregelmäßig geformten bräunlichen Flecken und in der Regel mit einem hellen Rückenmittelstreifen. Unterseite weißlich mit dunklen Flecken, in südöstlichen Gebieten auch einfarbig weiß. Hinterseite der Oberschenkel weißlich oder grau mit dunkler Marmorierung, ohne Gelbtönung. Männchen mit paarigen, dunkelgrauen Schallblasen, zur Paarungszeit mit grauen Brunftschwielen. Kräftig entwickelte Schwimmhäute. Innerer Fersenhöcker klein, dreieckig und flach (Verhältnis der Länge der 1. Zehe zur Länge des Fersenhöckers ist größer als 2,4).", "Verbreitung" => "Große Teile Mittel- und Osteuropas, wurde verschleppt, z.B. in die Schweiz und den Südosten Englands. Vor allem im Flachland, aber auch in Mittelgebirgen, im Süden bis auf 2000 m. In Baden-Württemberg zerstreut und relativ selten, vor allem am Oberrhein und am Neckar.", "Lebensraum" => "Aquatische, gesellig lebende Art offener Landschaften, in der Nähe stehender oder langsam fließender, meist größerer Gewässer mit sonnenexponierten, reich bewachsenen Flach- und Stillwasserzonen. In vielen Gebieten ein typischer Flussbewohner, im Süden aber auch in temporären Kleinstgewässern. Überwinterung im Wasser.", "Biologie" => "Es werden vor allem tagaktive Wirbellose gefressen, z.B. Insekten, Spinnentiere, Schmetterlingsraupen und Landschnecken. In Mitteleuropa von April bis Oktober aktiv, mit einer Hauptlaichphase im Mai und Juni. Bis zu 10000 gelbliche Eier, die in Form mehrerer Laichballen an der Unterwasservegetation befestigt werden." ), "Rana lessonae" => array( "Name" => "CAMERANO, 1882;Kleiner Wasserfrosch", "Merkmale" => "Männchen 4,5 bis 6,5 cm, Weibchen 5 bis 7,5 cm. Kleinster Wasserfrosch in Mitteleuropa. Relativ spitzschnäuzig und schlank mit kurzen Unterschenkeln. Oberseite variabel, meist grasgrün oder bronzefarben, z.T. bläulich grün mit runden, bräunlichen, scharf abgegrenzten Flecken und manchmal gelblichem bis hellgrünem Mittelstreifen. Deutlich sichtbare Rückendrüsenleisten, Extremitäten oberseits bräunlich. Männchen zur Paarungszeit am Vorderkörper oft auffallend „zitronengelb“, mit paarigen, seitlich liegenden, weißen Schallblasen und grauen Brunftschwielen an den Daumen. Hinterseite der Oberschenkel kräftig gelb bis orangefarben mit dunkler Marmorierung. Unterseite weiß mit wenigen grauen Flecken. Gut entwickelte Schwimmhäute an den Hinterbeinen. Sicherstes Unterscheidungsmerkmal für mitteleuropäische Wasserfrösche ist der innere Fersenhöcker an der Basis der 1. Zehe, der beim Kleinen Wasserfrosch groß, halbkreisförmig und scharfkantig ist und fast 2/3 der Länge der 1. Zehe erreicht (Verhältnis der Länge der 1. Zehe zur Länge des Fersenhöckers ist kleiner als 2,1).", "Verbreitung" => "In weiten Teilen Mittel- und Osteuropas, im Westen bis Frankreich, im Süden bis zur Poebene und im Norden in isolierten Populationen bis nach Schweden. Vor allem im Flachland, aber auch in Mittelgebirgen, in den Alpen bis maximal 1500 m. In Baden-Württemberg mit Ausnahme der Höhenlagen des Schwarzwaldes und Teilen der schwäbischen Alb flächendeckend verbreitet und zum Teil relativ häufig.", "Lebensraum" => "In der Regel in offenen Landschaften in Gewässernähe. Bewohnt vor allem kleinere, permanente, vegetationsreiche stehende Gewässer, z.B. anmoorige Waldgewässer, Tümpel, Wiesenteiche und wassergefüllte Gräben, aber auch größere Waldweiher mit dicht bewachsenen, sonnenexponierten Bereichen. Seltener in menschlich beeinflussten Lebensräumen. Überwintert in der Regel an Land, manchmal auch unter Wasser. Generell etwas weniger an Gewässer gebunden als Teich- und Seefrosch.", "Biologie" => "Von März bis Oktober aktiv, sowohl am Tage als auch nachts. Die Männchen rufen zur Fortpflanzungszeit von Ende April bis Anfang Juli mit lauten Stimmen. Insgesamt 400-4500 Eier werden in Form mehrerer kleiner Laichballen in flachen Gewässerabschnitten an Pflanzen abgelegt. Je nach Temperatur schlüpfen die Larven nach wenigen Tagen und wandeln sich nach 2-4 Monaten zu kleinen Fröschen um. Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnentieren, Schnecken und Würmern. Als Feinde spielen vor allem Säugetiere wie Marder und Füchse, räuberische Vögel wie Reiher oder Störche, sowie Ringelnattern und Raubfische eine Rolle." ), "Rana kl. esculenta" => array( "Name" => "LINNAEUS, 1758;Teichfrosch", "Merkmale" => "Männchen 5,5 bis 10 cm, Weibchen 6,5 bis 12 cm. Der Teichfrosch ist eine Bastardform, die ursprünglich aus Kreuzungen zwischen dem Kleinen Wasserfrosch und dem Seefrosch hervorgegangen ist. Jeweils die Hälfte seines Erbguts geht auf eine dieser beiden Elternarten zurück und ein spezieller Fortpflanzungsmodus (Hybridogenese) führt während der Keimzellenbildung zur Eliminierung jeweils des kompletten Erbsatzes eines der Elternteile, im Regelfall jener Art, mit der der Teichfrosch zusammen lebt und sich ständig kreuzt. Auf diese Weise entstehen bei Paarungen zwischen Hybrid und Elternart immer wieder nur Hybriden. Um solche Bastardformen von „echten“ Arten und „normalen“ Hybridformen nomenklatorisch abzugrenzen, werden sie auch als Kleptons bezeichnet, in diesem Fall also Rana kl. esculenta (von kleptein, griechisch stehlen). Die Nachkommen aus Paarungen zwischen Teichfröschen erreichen meist nicht die Geschlechtsreife. Als Hybridform aus kleinem Wasserfrosch und Seefrosch mit intermediärem „Erscheinungsbild“ zwischen diesen beiden Arten. Färbung ähnlich der des Kleinen Wasserfrosches, aber Männchen mit hellgrauen Schallblasen und weniger intensiver oder fehlender Gelbfärbung. Auch Hinterseiten der Oberschenkel meist nur schwach gelblich braun marmoriert. Rücken variabel gras- bis hellgrün oder bräunlich, mit dunklen Flecken und häufig mit hellem Mittelstreifen. Deutlich sichtbare, oft bronzefarbene Rückendrüsenleisten. Oberseite der Extremitäten bräunlich. Bauch weißlich, meist mit grauen Flecken. Kräftige Schwimmhäute an den Hinterbeinen. Innerer Fersenhöcker relativ groß, aber nicht gleichmäßig halbkreisförmig gewölbt, sondern mit dem höchstem Punkt in Richtung Zehenspitze verschoben. Fersenhöcker erreicht etwa 1/2-2/3 der Länge der 1. Hinterzehe (das Verhältnis der Länge der 1. Zehe zur Länge des Fersenhöckers liegt zwischen 1,9 und 2,6).", "Verbreitung" => "Verbreitungsgebiet fast identisch mit dem des kleinen Wasserfrosches. Größter Teil Mittel- und Osteuropas, im Westen bis Frankreich, im Süden bis zur Poebene, aber weniger weit nach Norden reichend (nicht bis Schweden). Vor allem im Flachland, aber auch in Mittelgebirgen. In Baden-Württemberg mit Ausnahme der Höhenlagen des Schwarzwaldes und Teilen der schwäbischen Alb flächendeckend und zum Teil relativ häufig.", "Lebensraum" => "Bewohnt die unterschiedlichsten Habitate in Wassernähe und ist meist der häufigste Grünfrosch. Bevorzugt kleinere Teiche, aber auch größere, stehende Gewässer wie Seen und Weiher mit sonnenexponierten, vegetationsreichen Ufer- und Flachwasserbereichen. Überwintert sowohl im Wasser als auch an Land.", "Biologie" => " Die Nahrung besteht aus tagaktiven Wirbellosen, vor allem Insekten (Käfer, Zweifluegler, Ameisen, Springschwänze, Schwebfliegen), Spinnentiere, Landschnecken und Schmetterlingsraupen. Jungtiere fressen auch Stechmuecken. Von Mitte März bis Mitte Oktober aktiv, am Tage und nachts. Fortpflanzung bis Ende Juni. 3000 bis 10000 gelbliche Eier in Form mehrerer kleiner Laichballenwerden werden in flachen Gewässerabschnitten an Pflanzen abgelegt." ), "Rana catesbeiana" => array( "Name" => "SHAW, 1802;Nordamerikanischer Ochsenfrosch", "Merkmale" => "Länge 10-15 cm, in Ausnahmefällen bis zu 20 cm und 0,5 kg Gewicht. Aus Nordamerika nach Europa verschleppte Art. Trommelfell sehr groß, beim Männchen etwa doppelter Augendurchmesser, beim Weibchen 1-1,5-facher Durchmesser; dadurch gut von einheimischen Grünfröschen zu unterscheiden. Männchen mit kehlständiger Schallblase. Oberseite grün, braun oder oliv, mit schwarzen oder braunen Flecken, ohne helle Mittellinie und Rückendrüsenleisten. Unterseite weiß, mit grauen Flecken. Kräftige Schwimmhäute zwischen den Zehen.", "Verbreitung" => "Ursprünglich im Osten Nordamerikas heimisch (bis zu den Rocky Mountains), aber heute in viele Teile der Welt verschleppt, z.B. nach Brasilien und Europa; in Frankreich und Italien heimisch. In Deutschland in der Oberrheinebene bei Karlsruhe ein Problem darstellend.", "Lebensraum" => "Größere stehende und langsam fließende Gewässer mit warmen, sonnenexponierten Bereichen. Immer in Gewässernähe. Überwinterung im Schlamm.", "Biologie" => "Tag- und nachtaktiv, stark wassergebunden. Fortpflanzung im Mai und Juni, legt bis zu 20000 Eier. Konkurrent für einheimische Arten, da Nahrungskonkurrent und direkter Fressfeind kleinerer Tiere. Riesige Kaulquappen, die 10-17 cm Länge erreichen, bevor sie sich zu 6-7 cm langen Fröschen umwandeln." ) ), "Sumpfschildkröten (Emydidae)" => array( "Trachemys scripta elegans" => array( "Name" => "(WIED, 1838);Rotwangen-Schmuckschildkröte", "Merkmale" => "Panzerlänge der Weibchen bis maximal 30 cm. Aus Nordamerika nach Europa verschleppte Art, die durch ihren orange-roten Schläfenfleck leicht zu erkennen ist.", "Verbreitung" => "Ursprünglich in Nordamerika, in vielen Teilen Europas ausgesetzt, pflanzt sich z.B. in Spanien problemlos fort. Auch in Deutschland nicht selten, in Baden-Württemberg die häufigste Schildkröte.", "Lebensraum" => "Größere Teiche, Seen und langsam strömende Flüsse mit Sonnenplätzen.", "Biologie" => "Tagaktive, sonnenliebende Art. In Mitteleuropa von März bis November aktiv." ), "Emys orbicularis" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Europäische Sumpfschildkröte", "Merkmale" => "Kleine bis mittelgroße Sumpfschildkröte mit stark variierender Größe, im Mittelmeerraum meist nur zwischen 10 und 16 cm lang, in Mittel- und Osteuropa im Durchschnitt etwas größer. Kopf und Hals dunkelbraun mit variablem gelben Punkte- oder Fleckenmuster, das bei Weibchen meist stärker ausgeprägt ist und bei älteren Männchen auch vollständig verschwinden kann; niemals aber treten Längsstreifen wie bei den Bachschildkröten auf. Panzerform oval und abgeflacht bis mäßig gewölbt. Rücken- und Bauchpanzer im Gegensatz zu den Bachschildkröten durch knorpelige Nähte an der „Brücke“ beweglich miteinander verbunden. Rückenpanzer dunkelbraun bis schwarz, je nach Unterart mit einer variablen Zeichnung aus gelben bis weißlichen Punkten und Strichen, die oft strahlenförmig angeordnet sind. Helle Farbanteile verlieren sich mit zunehmendem Alter, ausgewachsene Exemplare sind meist sehr dunkel gefärbt. Bauchpanzer gelb mit altersbedingt variablem, aber für jede Unterart charakteristischem Muster aus schwarzen Flecken, z.B. besitzt Emys orbicularis orbicularis einen mehr oder weniger einheitlich schwarzen Bauchpanzer. Zehen mit kräftigen, durch Schwimmhäute miteinander verbundenen Krallen. Schwanz relativ lang. Männchen meist kleiner als Weibchen, mit konkav eingedelltem Bauchpanzer und kräftigerem Schwanzansatz.", "Verbreitung" => "Mit mehreren Unterarten (im Moment sind 13 in 6 Gruppen unterteilte Unterarten anerkannt, deren Verbreitung und systematische Zuordnung aber noch nicht endgültig geklärt ist) in Süd-, Mittel- und Osteuropa verbreitet, außerdem in Nordwestafrika und Teilen Westasiens; die östliche Verbreitungsgrenze liegt am Aralsee. Die Sumpfschildkröte besiedelt eines der größten Areale der etwa 300 bekannten Schildkrötenarten und ist der einzige altweltliche Vertreter einer ansonsten in der Neuen Welt (Amerika) verbreiteten Familie. In Mittel- und Osteuropa ist Emys orbicularis orbicularis verbreitet. Die meisten Vorkommen siedeln unterhalb 400 m. In Deutschland sehr selten, die meisten autochthonen (heimischen) Populationen sind dort schon vor langer Zeit ausgestorben und die Vorkommen sind auf ausgesetzte Exemplare zurückzuführen, die aus dem Mittelmeerraum oder Osteuropa (z.B. Ungarn) eingeführt wurden. Reliktartige autochthone Vorkommen in Deutschland befinden sich nur noch in Hessen sowie in Mecklenburg und Brandenburg. In Baden-Württemberg sehr selten, ursprüngliche Vorkommen am Bodensee und Federsee (subfossile Nachweise) sind heute ausgestorben.", "Lebensraum" => "In größeren, verkrauteten, stehenden Gewässern wie Teichen, Seen oder Auengewässern mit vegetationsreichen Uferzonen sowie nahe gelegenen Sonnen- und Eiablageplätzen. Außerdem in Bewässerungsgräben, seltener (v.a. in Südeuropa) auch in Flüssen oder Bächen, manchmal sogar im Brackwasser. Überwinterung im Bodenschlamm der Gewässer.", "Biologie" => "Tagaktive, Sonne liebende Art mit hoher Fluchtdistanz und versteckter Lebensweise. Beim Ergreifen wird ein nach Moschus riechendes Sekret abgegeben. In Mitteleuropa von März bis November aktiv. Die Nahrung besteht vor allem aus Insekten, Kleinkrebsen, Fischen, Aas sowie Amphibien und deren Larven. Jungtiere fressen auch pflanzliche Kost. Paarung im zeitigen Frühjahr von März bis Mai. Die Begattung, bei der das Männchen den Rücken des Weibchens mit seinen Extremitäten umklammert, dauert mehrere Minuten. Die Eiablageplätze befinden sich nicht selten weit vom Gewässer entfernt. Das Weibchen legt von Mai bis Juni (ein- bis zweimal pro Jahr) ein Gelege aus 5-20 hartschaligen Eiern in selbst gegrabene Erdgruben. Die Jungtiere schlüpfen, je nach Außentemperatur, nach etwa 2 Monaten. Ihr Geschlecht wird v.a. durch die Bruttemperatur bestimmt, so schlüpfen bei 28°C ausschließlich männliche, bei 30°C dagegen weibliche Tiere. Die Geschlechtsreife ist nach 5-10 Jahren erreicht, die Tiere besitzen eine Lebenserwartung von bis zu 70 Jahren." ) ), "Schleichen (Anguidae)" => array( "Anguis fragilis" => array( "Name" => "LINNAEUS, 1758;Blindschleiche", "Merkmale" => "Gesamtlänge 30 bis maximal 50 cm, davon etwa ein Drittel Rumpf. Glattschuppige, schlangenförmige Schleiche ohne Gliedmaßen, mit etwas mehr als körperlangem, stumpf endendem Schwanz, der schnell abbricht (fragil), kaum regeneriert und daher meist kürzer als der Rumpf ist. Kopf eidechsenähnlich, stumpfschnäuzig, wenig vom Körper abgesetzt und mit beweglichen Augenlidern (im Gegensatz zu Schlangen). Langsame, steif wirkende Bewegungsweise. Oberseite hell- bis dunkelbraun, kupferfarben, rötlich oder grau, an den Flanken meist etwas heller. Ausgewachsene Weibchen oft mit dunklem Rückenstreifen und braunen, in schmale Längsreihen angeordneten Punkten oder Strichen. Männchen oft mit hellblauen Rückenflecken (v.a. in Osteuropa, aber auch in Deutschland), die zur Fortpflanzungszeit noch intensiver leuchten. Unterseite schwarz- bis bläulich grau, beim Männchen auch gelblich. Jungtiere auffallend gold- bis silberfarben glänzend, mit schwarzem Rückenmittelstreifen, dunklen Flanken und dunklem Bauch. Anzahl der Schuppenreihen um die Rumpfmitte 23-30.", "Verbreitung" => "In fast ganz Europa außer dem hohen Norden und dem Süden der Iberischen Halbinsel; ferner in Nordwestafrika und Teilen Südwestasiens. Vom Flachland bis in hochalpine Lagen, in den spanischen Pyrenäen und auf dem Balkan bis maximal 2400 m. In Baden-Württemberg flächendeckend verbreitet und häufig.", "Lebensraum" => "Vor allem in mäßig feuchten Habitaten mit dichter Vegetation, z.B. Wiesen, Waldränder, Heidelandschaften und Moore, aber auch Gärten, Brachland und Parkanlagen. Häufig unter Totholz oder Steinen.", "Biologie" => "Wohl eine der angepasstesten Reptilien Europas. Tag- und dämmerungsaktive, versteckt lebende Art, die starke Sonneneinstrahlung meidet. Die Nahrung besteht v.a. aus Würmern, Schnecken, Spinnen und langsamen Insekten. Nach der in Mitteleuropa von Oktober bis April dauernden Winterruhe (oft überwintern dabei bis zu 100 Exemplare gemeinsam in tiefen Erdlöchern) erfolgt die Paarung; nach 3 Monaten Tragzeit setzt das Weibchen im Sommer 8-20 etwa 8 cm lange Jungtiere ab, die sich während der Geburt aus ihren häutigen, durchsichtigen Eihüllen befreien. Blindschleichen besitzen eine Lebenserwartung von mehr als 30 Jahren." ) ), "Echte Eidechsen (Lacertidae)" => array( "Lacerta agilis" => array( "Name" => "LINNAEUS, 1758;Zauneidechse", "Merkmale" => "Der früher für alle Halsbandeidechsen gültige Gattungsname Lacerta bezieht sich heute ausschließlich auf die Smaragdeidechsen. Mittelgroße, gedrungene Eidechse mit kräftigem Kopf und kurzen Beinen. Gesamtlänge 20-28 cm, Körperlänge maximal 9-11 cm, Schwanz etwa 1,5 mal so lang. Halsband mit gesägtem Hinterrand. Rückenmitte mit schmalen, länglichen, gekielten Schuppen, die sich von den breiten äußeren Rückenschuppen deutlich unterscheiden. Schwanzschuppen gekielt. Rücken braun bis graubraun mit 3 hellen, teilweise unterbrochenen und oft von zusätzlichen weißen Punkten oder Strichen begleiteten Längsstreifen; dazwischen mehrere Reihen schwarzer Flecken. An den Flanken meist mit weißen, schwarz umrandeten Augenflecken oder mit dunkler Marmorierung. Manche Tiere besitzen auch ein einheitliches rostbraunes Rückenband (erythronotus-Variante) und gelegentlich treten fast einfarbig braune, grüne oder schwarze Exemplare auf (concolor-Variante). Bauch beim Weibchen weißlich oder gelblich, beim Männchen grünlich, meist dunkel gefleckt. Männchen zur Paarungszeit mit leuchtend grünen Flanken und Kehlen, manchmal treten auch blaukehlige oder gänzlich grüne Exemplare auf. Jungtiere braun mit weißen Punkten und 3 hellen, von schwarzen Punkten begleiteten Längsstreifen.", "Verbreitung" => "Besitzt neben der Waldeidechse das ausgedehnteste Verbreitungsareal aller europäischen Echsen. In weiten Teilen Mittel- und Osteuropas, von Südengland bis zum Baikalsee, von Südschweden bis nach Nordgriechenland. Vor allem im Flach- und Hügelland flächendeckend verbreitet und relativ häufig, doch vielerorts durch menschliche Einflüsse auch zurückgehend; fehlt in hochalpinen Lagen (bis maximal 2200 m in den spanischen Pyrenäen). In Baden-Württemberg relativ flächendeckend verbreitet.", "Lebensraum" => "In unterschiedlichen Landschaftstypen, vor allem im halboffenen Gelände, z.B. auf Wiesen und Heiden, an Waldrändern oder als Kulturfolger an Bahndämmen, in Gärten, Weinbergen und Steinbrüchen.", "Biologie" => "Tagaktive, Sonne liebende Echse. Fortpflanzung im Frühjahr; die Weibchen verpaaren sich oft mehrfach mit verschiedenen Männchen. Bemerkenswert ist die auch bei anderen Echsen auftretende „kryptische Weibchenwahl“. Durch einen noch ungeklärten inneren Mechanismus führen Paarungen mit genetisch eng verwandten Männchen seltener zu Nachkommen als statistisch gesehen zu erwarten, d.h., das Sperma „fremder“ Männchen kommt vorrangig zum Zuge und so werden mögliche Schäden durch Inzucht vermieden. Etwa 5-15 Eier werden ein- bis zweimal pro Jahr von Mai bis Juli im Erdboden abgelegt; die Jungtiere schlüpfen nach 7-10 Wochen." ), "Lacerta bilineata" => array( "Name" => "DAUDIN, 1802;Westliche Smaragdeidechse", "Merkmale" => "Der früher für alle Halsbandeidechsen gültige Gattungsname Lacerta bezieht sich heute ausschließlich auf die Smaragdeidechsen. Große, schlanke und spitzköpfige Eidechse mit langen Beinen. Gesamtlänge 20-28 cm, Körperlänge maximal 10-13 cm, Schwanz etwa doppelt so lang. Die beiden sehr ähnlichen und im Adultzustand äußerlich nicht eindeutig zu unterscheidenden Schwesterarten Lacerta viridis und L. bilineata wurden früher als eine Art betrachtet, doch ist mittlerweile der Artstatus beider Taxa allgemein akzeptiert. Beide Arten kommen in Deutschland vor und sind die größten Echsen unseres Gebietes. Frisch geschlüpfte Jungtiere zeigen bei L. bilineata eine deutliche Grünfärbung an Kopf und Hals (bei L. viridis bräunlich oder beige). Rücken bei Männchen und vielen Weibchen mehr oder weniger einfarbig grasgrün oder gelblich grün mit gleichmäßig verteilten schwarzen Pünktchen, bei anderen Weibchen und halbwüchsigen Exemplare braun. Weibchen außerdem mit 2 oder 4 schmalen weißlichen Flankenlängsstreifen. Männchen, aber auch manche ältere Weibchen während der Paarungszeit mit leuchtend blauer Kehl- und Wangenregion. Unterseite weißlich bis gelblich grünlich, ungefleckt. Bauchschilder in 6 Längsreihen, Anzahl der seitlichen Kopfschilder verringert (in der Regel weniger als 20 Schläfenschilder und keine durchgehende Reihe von Körnerschuppen zwischen Augenbrauen- und Überaugenschildern). Nasenloch vom Schnauzenschild deutlich getrennt (keine Berührung).", "Verbreitung" => "Die westliche Smaragdeidechse, Lacerta bilineata, bewohnt große Teile Westeuropas, von Nordspanien über Frankreich und Italien bis Westdeutschland (hier in wenigen voneinander isolierten Populationen am Kaiserstuhl bei Freiburg sowie im mittleren Rheintal mit den Nebenflüssen Mosel und Nahe); fehlt auf den meisten westlichen Mittelmeerinseln (außer z.B. Elba). Vor allem in klimatisch begünstigten tiefen und mittleren Lagen. In Baden-Württemberg nur am Kaiserstuhl und am südlichen Tuniberg bei Freiburg, dort an günstigen Stellen z.T. relativ häufig.", "Lebensraum" => "Vor allem in klimatisch begünstigten tiefen und mittleren Lagen, in den italienischen Abruzzen und Nordspanien aber bis maximal 2160 m. Bewohnt in Mitteleuropa trockenwarme Lebensräume mit südexponierten Hanglagen; vor allem Weinberge, Trocken- und Halbtrockenrasen, Schotterhalden, Brombeergestrüppe oder sonnige Waldränder, im Süden auch in Gebirgshängen und in feuchteren Hochlandgebieten.", "Biologie" => "Tagaktive, sehr die Sonne liebende, scheue und flinke Eidechse, die bei Gefahr geräuschvoll in Spalten oder Löcher flieht und wie viele andere Echsen den Schwanz abwerfen kann (Autotomie). Die Nahrung besteht vor allem aus Insekten, Spinnen, Schnecken und Würmern, gelegentlich aber auch aus jungen Reptilien oder Vögeln und sogar Früchten. Zur Fortpflanzungszeit im April und Mai kommt es häufig zu ritualisierten Kämpfen der Männchen. Etwa 1-2 Monate nach der Paarung werden die Gelege aus 5-20 Eiern abgesetzt, unter günstigen Bedingungen auch zweimal pro Jahr. Von August bis Oktober schlüpfen die Jungen." ), "Lacerta viridis" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Smaragdeidechse", "Merkmale" => "Der früher für alle Halsbandeidechsen gültige Gattungsname Lacerta bezieht sich heute ausschließlich auf die Smaragdeidechsen. Große, schlanke und spitzköpfige Eidechse mit langen Beinen. Gesamtlänge 20-28 cm, Körperlänge maximal 10-13 cm, Schwanz etwa doppelt so lang. Die beiden sehr ähnlichen und äußerlich nicht eindeutig zu unterscheidenden Schwesterarten Lacerta viridis und L. bilineata wurden früher als eine Art betrachtet, doch ist mittlerweile der Artstatus beider Taxa allgemein akzeptiert. Beide Arten kommen in Deutschland vor und sind die größten Echsen des Gebietes. Frisch geschlüpfte Jungtiere zeigen bei L. bilineata eine deutliche Grünfärbung an Kopf und Hals (bei L. viridis bräunlich oder beige). Rücken bei Männchen und vielen Weibchen mehr oder weniger einfarbig grasgrün oder gelblich grün mit gleichmäßig verteilten schwarzen Pünktchen, bei anderen Weibchen und halbwüchsigen Exemplare braun. Weibchen außerdem mit 2 oder 4 schmalen weißlichen Flankenlängsstreifen. Männchen, aber auch manche ältere Weibchen während der Paarungszeit mit leuchtend blauer Kehl- und Wangenregion. Unterseite weißlich bis gelblich grünlich, ungefleckt. Bauchschilder in 6 Längsreihen und Anzahl der seitlichen Kopfschilder verringert (in der Regel weniger als 20 Schläfenschilder und keine durchgehende Reihe von Körnerschuppen zwischen Augenbrauen- und Überaugenschildern). Nasenloch vom Schnauzenschild deutlich getrennt (keine Berührung)", "Verbreitung" => "Auf der gesamten Balkanhalbinsel, in Osteuropa bis zur Ukraine und in Kleinasien, fehlt aber auf vielen Ägäischen Inseln. In Deutschland nur im Raum Passau (Bayern) und im südöstlichen Brandenburg. Im Osten Europas in tiefen Lagen, in Südeuropa auch bis maximal 2000 m. Die östliche Smaragdeidechse fehlt in Baden-Württemberg.", "Lebensraum" => "In trockenwarmen, südexponierten Hanglagen, an sonnigen Waldrändern, auf buschreichen Wiesen, Trockenrasen oder in Weinbergen und Geröllhalden.", "Biologie" => "agaktive, sehr die Sonne liebende, scheue und flinke Eidechse, die bei Gefahr geräuschvoll in Spalten oder Löcher flieht und wie viele andere Echsen den Schwanz abwerfen kann (Autotomie). Die Nahrung besteht vor allem aus Insekten, Spinnen, Schnecken und Würmern, gelegentlich aber auch aus jungen Reptilien oder Vögeln und sogar Früchten. Zur Fortpflanzungszeit im April und Mai kommt es häufig zu ritualisierten Kämpfen der Männchen. Etwa 1-2 Monate nach der Paarung werden die Gelege aus 5-20 Eiern abgesetzt, unter günstigen Bedingungen auch zweimal pro Jahr. Von August bis Oktober schlüpfen die Jungen." ), "Iberolacerta horvathi" => array( "Name" => "MÉHELY, 1904;Kroatische Gebirgseidechse", "Merkmale" => "Kleine (Körperlänge 5,5-6,5 cm, Gesamtlänge 16-18,5 cm, Weibchen im Schnitt meist etwas größer), schlanke, abgeflachte Gebirgseidechse mit kurzem, abgestumpftem Kopf und langem Schwanz. Rücken hell- bis dunkelgrau oder hellbraun, z.T. auch leicht grünlich. mit dunklen Sprenkeln, oft in Form einer undeutlichen Mittellinie. Flanken mit dunkelbraunem, scharf abgesetztem, an den Rändern gewelltem Seitenband. Unterseite gelblich bis grünlich, ohne Fleckung. 5 Paar Unterkieferschilder.", "Verbreitung" => "Nordwesten des ehemaligen Jugoslawien (Slowenien, Kroatien, Istrien) und angrenzende Gebiete Italiens und Österreichs (Julische und Karnische Alpen), in Höhen zwischen 500 und 2000 m, bevorzugt zwischen 800 und 1200 m. Die Kroatische Gebirgseidechse wurde vor einiger Zeit auch für Deutschland nachgewiesen, im oberbayerischen Karwendelgebirge an der Grenze zu Österreich. Dieses Vorkommen konnte aber nicht wieder bestätigt werden, sodass diese Art wohl wieder aus der Herpetofauna Deutschlands gestrichen werden muss. Fehlt dementsprechend auch in Baden-Württemberg.", "Lebensraum" => "Relativ kühle, feuchte, felsige Lebensräume in Bergregionen mit hoher Sonneneinstrahlung; v.a. in lichten Laubmischwäldern, aber auch außerhalb des Waldes, häufig z.B. an den Plitvicer Seen.", "Biologie" => "Wenig bekannt. Tagaktive, schnelle Eidechse, die Spinnen und kleine Insekten erbeutet. Im Juli werden 3-5 Eier abgelegt." ), "Zootoca vivipara" => array( "Name" => "JACQUIN, 1787;Bergeidechse", "Merkmale" => "Körperlänge etwa 6,5 cm, Gesamtlänge 12 bis maximal 18 cm. Schlanke, kleinwüchsige, durch die kurzen Beine gedrungen wirkende Eidechse mit kleinem, leicht abgeflachtem Kopf. Schwanz weniger als doppelt so lang wie der Rumpf. Rückenschuppen gekielt. Oberseite braun, grau oder bronzefarben, manchmal auch nahezu schwarz, mit dunkler, v.a. bei den Männchen oft zu Punktereihen aufgelöster Mittellinie und Reihen kleiner schwarzer Flecke. Flanken (v.a beim Weibchen) mit breitem, dunkelbraunem Längsband, das oben und unten jeweils hell gesäumt ist. Unterseite beim Weibchen weißlich bis cremefarben, ungefleckt oder mit wenigen schwarzen Flecken, beim Männchen gelb bis orangefarben und stärker gefleckt. Gezähntes Halsband.", "Verbreitung" => "Bewohnt von allen heutigen Land lebenden Reptilienarten das am weitesten nach Norden reichende (über den 70° nördlicher Breite hinaus) und flächenmäßig größte Verbreitungsgebiet (Längsausdehnung von West nach Ost mehr als 11000 km). Von Irland und Nordwestspanien über Nord-, Mittel- und Osteuropa sowie weite Teile Asiens bis nach Sibirien und zu den Inseln Sachalin und Hokkaido. Im Flach-, Hügel- und Bergland, in den Pyrenäen bis 2400 m, in den Alpen bis 3000 m. In Baden-Württemberg nicht ganz flächendeckend verbreitet, fehlt z.T. im Norden, ist aber im Schwarzwald, auf der schwäbischen Alb und in Oberschwaben häufig.", "Lebensraum" => "Vor allem in feuchten bis mäßig feuchten, kühlen Habitaten, oft in Gewässernähe. Stellenweise sehr häufig, z.B. in Steinbrüchen, Feucht- und Bergwiesen, Heide- und Moorgebieten oder an Waldrändern, Wegböschungen und auf Lichtungen", "Biologie" => "Tagaktive, relativ standorttreue Eidechse mit langsamen, aber geschmeidig wirkenden Bewegungen, die bei Gefahr den Schwanz abwirft (Autotomie) und auch ins Wasser flüchtet. Frisst kleine Insekten, Spinnen, Tausendfüßer und Asseln. Paarung in Mitteleuropa von April bis Juni, 3 Monate später werden 3-12 Junge „lebend“ geboren, wobei die Jungtiere während des Geburtsvorganges aus den transparenten Eihüllen schlüpfen. In Spanien und im südlichen Mitteleuropa sind auch eierlegende Populationen bekannt, die zwischen Juni und August oft zwei Gelege absetzen, letztere Form aus Slowenien und angrenzenden Gebieten wird sogar als eigene Unterart Zootoca vivipara carniolica betrachtet. Winterruhe in Mitteleuropa etwa von Oktober bis Februar." ), "Podarcis muralis" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Mauereidechse", "Merkmale" => "Gesamtlänge 20 bis 25 cm, Körperlänge 5-7,5 cm, Schwanz 1,7-2,3 mal so lang. Mittelgroße, schlanke, mehr oder weniger abgeflachte Mauereidechse mit flachem Kopf und langem Schwanz. Halsband in der Regel glatt, Rückenschuppen schwach gekielt. Rückenzeichnung sehr variabel, unterscheidet sich sowohl zwischen Exemplaren unterschiedlicher Populationen als auch innerhalb einer Population. Färbung oberseits meist hell- oder dunkelbraun bis grau, teilweise auch grünlich, mit unregelmäßigen schwarzen Flecken, die sich vor allem seitlich zu einem Netzmuster vereinigen können; manchmal auch fleckenlos. Rücken häufig mit einem dunklen Mittelstreifen und paarigen, hellen Rückenseitenstreifen; wenn zusätzlich dunkle Seitenstreifen auftreten, sind diese in der Regel schwächer ausgeprägt als der kräftige Mittelstreifen. An den Flanken oft ein dunkles, von hellen Streifen eingefasstes Fleckenband. Weibchen meist weniger kontrastreich gezeichnet und deutlicher längsgestreift. Schwanzseiten oft mit auffälligen schwarzen und weißen Barren. Unterseite weißlich, gelblich, bräunlich oder (v.a. bei den Männchen) rötlich bis orangefarben (aber nie grünlich oder bläulich); in der Regel mit kräftigen schwarzen oder rostbraunen Flecken, vor allem in der Kehlregion.", "Verbreitung" => "In weiten Teilen West-, Mittel- und Osteuropas, von Nordspanien über Frankreich und Italien bis zum südlichen Balkan. Auch auf einigen Mittelmeer- und Atlantikinseln; entlang der Adriaküste allerdings selten und fehlt ebenso im ägäischen Raum, mit Ausnahme von Samothraki. Es wurden von dieser Art etwa 30 Unterarten beschrieben (allein in Italien 18), die sich in Zeichnung oder Beschuppung unterscheiden, aber nicht immer eindeutig zuzuordnen und heute teilweise umstritten sind. Im Moment sind meist 9 Unterarten anerkannt. In Deutschland nur in klimatisch begünstigten Gebieten, vor allem in der Rheinebene mit Nebentälern und am Kaiserstuhl (dort die Unterart Podarcis muralis merremia) sowie im Elbtal bei Dresden und im Donautal bei Passau (dort ausgesetzt, Podarcis muralis nigriventris). Sowohl im Flach- als auch Bergland, im Süden bis über 2300 m Höhe. In Baden-Württemberg nur in Teilen der Oberrheinebene und im unteren und mittleren Neckarland. Die Verbreitung dieser Art in Baden-Württemberg entspricht relativ gut dem für Weinanbau genutztem Gebiet.", "Lebensraum" => "In Mitteleuropa vor allem in sonnigen trockenen Habitaten wie Weinberge, Steinbrüche, Trockenrasen, Bahndämme, Trockenmauern, Ruinen oder Waldränder. Im südlichen Verbreitungsgebiet hauptsächlich in höheren Gebirgslagen, in relativ feuchter und schattiger Umgebung, z.B. in lichten Laubmischwäldern oder an felsigen, spaltenreichen Berghängen.", "Biologie" => "Wärme liebende, tagaktive, flinke Art, die gerne an Steinmauern klettert. Die Nahrung besteht vor allem aus Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßern, daneben auch Schnecken, Raupen und Würmern. Der Schwanz kann wie bei allen Eidechsen bei Gefahr abgeworfen werden (Autotomie). Paarungen finden je nach Lebensraum von März bis Juni statt. Die Männchen besetzen kleine Reviere, die sie heftig gegen Kontrahenten verteidigen; dabei verbeißen sich die Widersacher oft so fest ineinander, dass sie sogar berührt werden können. Die Weibchen setzen von Mai bis Juli kleine Gelege aus 2-12 weichschaligen Eiern im Erdboden oder unter Steinen ab. Unter günstigen klimatischen Bedingungen werden 2-3 Gelege pro Jahr abgesetzt, in kühlen Regionen nur eines. Nach 2-3 Monaten schlüpfen etwa 6 cm lange Jungtiere." ) ), "Echte Nattern (Colubridae)" => array( "Coronella austriaca" => array( "Name" => "LAURENTI, 1768;Schlingnatter", "Merkmale" => "Relativ kleine (nur selten über 60-70 cm, maximal 90 cm, lange), aber muskulöse, glattschuppige Natter mit kaum vom Körper abgesetztem, länglichem Kopf und runden Pupillen. Oberseite variabel, Männchen meist unscheinbar hellgrau oder hell- bis rötlich braun, Weibchen dunkelgrau bis schwarzbraun. Charakteristische dunkle Kopf- und Nackenzeichnung, bestehend aus einem „kronenartigen“ (Coronella; lat. = Krönchen), mehr oder weniger hufeisenförmigen, nach hinten geöffneten Nackenfleck sowie einer deutlichen, vom Nasenloch über das Auge zum Hals verlaufenden Schrägbinde; z.T. auch eine undeutliche Zügelzeichnung auf der Oberseite der Schnauze. Rücken mit einer oder mehreren Längsreihen dunkler, barrenartiger Flecken, die vorne meist kräftiger sind und auch die Form eines Zickzack-Bandes annehmen können (Kreuzottern-ähnlich). Seltener sind die Rückenflecken zu Querbinden (früher als „fasciata“-Variante bezeichnet) oder Längsstreifen verbunden („taeniata“-Variante). Auch Individuen mit markantem hellrotem, schwarz umrandetem Rückenmuster oder zeichnungslose Exemplare treten auf. Unterseite einfarbig, beim Weibchen hellgrau bis fast schwarz, beim Männchen rötlich braun (z.T. fein punktiert), bei Jungtieren intensiv ziegelrot. Kopf mit großen Schildern bedeckt. 19 ungekielte Rückenschuppen um die Körpermitte.", "Verbreitung" => "Besitzt neben Kreuzotter und Ringelnatter das größte Verbreitungsgebiet aller europäischen Schlangen. Von Nordportugal über weite Teile des südlichen und zentralen Europas (einschließlich Südskandinavien) bis zum Kaukasus und Ural. In Mitteleuropa in tiefen und mittleren Lagen bis maximal 1800 m, in Spanien vor allem im Hügel- und Bergland (maximal 2700 m). In Baden-Württemberg relativ weit verbreitet, aber nicht häufig. Fehlt in Oberschwaben, dem Allgäu sowie den Hochlagen des Schwarzwaldes und der schwäbischen Alb.", "Lebensraum" => "Bevorzugt sonniges, versteckreiches Gelände, z.B. Weinberge, Magerrasen, Bahndämme, Steinbrüche oder lichte Wälder. Häufig in felsigen Habitaten mit dichter Vegetation und offenen Stellen.", "Biologie" => "Tagaktive, relativ langsame, versteckt lebende Natter, die vor allem bei schwüler Witterung oder in den späten Morgen- und Abendstunden anzutreffen ist. Ungiftig und harmlos, wehrt sich aber beim Ergreifen durch Beißen. Die Nahrung besteht v.a. aus Eidechsen, Blindschleichen, kleinen Schlangen und Kleinsäugern, die Jungtiere fressen fast ausschließlich kleine Echsen. Die Beute wird vor dem Verschlingen meist erdrosselt. Lebendgebärende Art, die sich im Frühjahr nach einer von Oktober bis April dauernden Winterruhe paart und im Spätsommer 3-14 Jungtiere absetzt." ), "Zamenis longissimus" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Äskulapnatter", "Merkmale" => "Größte Schlange in Mitteleuropa, zählt zu den Kletternattern der ehemaligen Sammelgattung Elaphe und ist z.T. auch noch unter ihrem alten Namen Elaphe longissima bekannt. Kräftige, aber dennoch schlank und geschmeidig wirkende Natter, die in Mitteleuropa in der Regel Längen um 140 cm, maximal aber 160 cm erreicht (Männchen meist etwas größer). Kleiner, schmaler, aber deutlich vom Rumpf abgesetzter Kopf mit runden Pupillen. Oberseite glatt und glänzend, meist mehr oder weniger einfarbig gelblichbraun, olivfarben oder grau- bis schwarzbraun, manchmal mit einem undeutlichen Flankenlängsband. Viele Rücken- und Flankenschuppen besitzen weiße Ränder, wodurch eine charakteristische feine Zeichnung aus hellen Längsstricheln entsteht. Jungtiere fallen durch große dunkle Rückenflecken und zwei hellgelbe Nackenflecken (ähnlich der Ringelnatter) auf. Unterseite weißlich oder gelblich, bei sehr dunklen Exemplaren auch blauschwarz. 23 (selten 21) ungekielte Rückenschuppen um die Körpermitte. Bauchschuppen an den Seiten jeweils mit einem schwachen Kiel.", "Verbreitung" => "Von Nordspanien über weite Teile Mittel- und Südeuropas bis nach Kleinasien. In Deutschland sehr selten, ausschließlich in wenigen, kleinen Reliktvorkommen in klimatisch begünstigten Lagen im südlichen Odenwald, im Taunus (Schlangenbad), in der Nähe von Passau sowie am unteren Inn und an der unteren Salzach. Vor allem im Hügel- und Flachland, meist unterhalb von 1000 m (selten bis maximal 2000 m). Für Baden-Württemberg gab es außer den beiden bekannten Populationen im Odenwald und im unteren Neckartal auch Gerüchte über angebliche Vorkommen im südlichen Schwarzwald (Raum Lörrach), die aber nicht bestätigt werden konnten.", "Lebensraum" => "Gebiete mit feuchtwarmem Klima, vor allem lichte Laubwälder mit Efeu- und Brombeergestrüpp, buschreiche Waldränder, vegetationsreiche Flusstäler oder verbuschte Hangwiesen. Selten in ungedecktem Gelände, zum Teil aber in Menschennähe, z.B. in Gärten, Ruinen, Geräteschuppen oder an bewachsenen Mauern.", "Biologie" => "Vor allem am Boden lebende, mit Hilfe ihrer gekielten Bauchschuppen aber auch geschickt im Gestrüpp oder an Baumrinde kletternde Natter, die tag- und dämmerungsaktiv ist. Kann kräftig zubeißen, ist aber ungiftig und in der Regel wenig aggressiv. Die sich um den Äskulapstab windende Schlange, das Berufssymbol der Ärzte, wird oft auf diese Art zurückgeführt, dürfte sich aber wohl eher auf den Medinawurm beziehen. Die Nahrung besteht v.a. aus Kleinsäugern wie Mäusen und Ratten sowie aus Vögeln. Jungtiere fressen vor allem Eidechsen. Größere Beute wird zunächst umschlungen und erdrosselt. Paarungszeit nach fünf- bis sechsmonatiger Winterruhe im Mai und Juni, mit eindrucksvollen harmlosen „Kommentkämpfen“ der Männchen, die sich im gegenseitigen Kräftemessen versuchen zu Boden zu drücken. Ende Juli werden 5-12 Eier in moderndem Holz oder im feuchten Boden unter Steinen abgelegt." ), "Natrix natrix" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Ringelnatter", "Merkmale" => "Relativ große und kräftige Natter mit ovalem, deutlich vom Körper abgesetztem Kopf, runden Pupillen und großen glatten, zeichnungslosen Kopfschildern. Die Länge der Männchen beträgt meist nur 60-80 cm, die der Weibchen 80-140 cm; die größten bisher bekannten Exemplare (Weibchen) maßen allerdings 180 cm (Schweiz) bzw. 205 cm (Adriainsel Krk) bei einem Körperdurchmesser von 4-5 cm. Oberseite grau, olivgrau, bräunlich grau oder schwarz mit einem Rückenmuster, das bei der Nominatform (Natrix natrix natrix) aus schwarzen Punkten und Flecken, bei der ebenfalls in Deutschland vorkommenden Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica) aber aus breiten, dunklen Querbarren besteht. In der Nackenregion bei den mitteleuropäischen Unterarten auf beiden Seiten ein charakteristischer gelber, manchmal auch weißer oder orangeroter, nach hinten breit schwarz begrenzter halbmondförmiger Fleck, der auch zu einem breiten Nackenband verschmelzen kann. Unterseite weißlich grau mit dunklen rechteckigen Flecken (Schachbrettmuster). Schuppen gekielt, in der Regel in 19 Reihen um die Körpermitte.", "Verbreitung" => "In fast ganz Europa (im Norden bis zum 67. Breitengrad, fehlt aber auf einigen Mittelmeerinseln wie Kreta, Malta oder den Balearen), außerdem in Nordwestafrika und Vorderasien, im Osten bis zum Baikalsee. Meist flächendeckend verbreitet vom Flachland bis ins Hochgebirge, in Mitteleuropa in Höhen bis maximal 2000 m, in der spanischen Sierra Nevada sogar bis 3060 m. In Baden-Württemberg relativ flächendeckend verbreitet und vor allem in den großen Flusstälern häufig. Während im Osten die Nominatform (Natrix natrix natrix) auftritt, ist im Westen vor allem die Barren-Ringelnatter (Natrix natrix helvetica) anzutreffen; Mischformen sind aber nicht selten.", "Lebensraum" => "Vor allem in feuchten Lebensräumen, in und an stehenden oder langsam fließenden Gewässern wie Seen, Teiche, Bäche und Flüsse, aber auch weitab der Gewässer in Moorgebieten, den Auwaldbereichen großer Flusstäler, lichten Mischwäldern, Gärten, Parkanlagen und Steinbrüchen.", "Biologie" => "Bodenlebende, v.a. tag- und dämmerungsaktive (z.T. aber auch nachtaktive) Wassernatter, die sehr gut schwimmt und taucht, generell jedoch weniger aquatisch lebt als die verwandten Viper- und Würfelnattern. Ungiftig und relativ scheu, flüchtet schnell und beißt beim Fang in der Regel nicht, sondern entleert eine übel riechende, gelbliche Flüssigkeit aus der Kloake (Analdrüse). Ringelnattern haben eine große Zahl von Feinden, z.B. Greifvögel, Reiher, Störche, Rabenvögel, Iltisse, Igel, aber auch Raubfische wie Hecht, Wels und Barsch. Bei großer Gefahr zeigen die Tiere einen „Totstell-Reflex“, wobei sie erschlaffen und die Zunge aus dem geöffneten Maul heraushängen lassen, teilweise tritt sogar etwas Blut aus. Sobald der Feind sein Interesse verliert, versucht die Schlange schnell zu entkommen. Die Nahrung besteht vor allem aus Fröschen, Kaulquappen, Molchen, Fischen und gelegentlich auch Eidechsen oder Kleinsäugern. In Mitteleuropa kommt es nach einer langen Winterruhe in frostfreien Verstecken meist ab April zu den ersten Paarungen. Manchmal bilden sich dabei große Paarungsgemeinschaften aus über 50 Tieren, in denen sich zahlreiche Männchen um wenige Weibchen bemühen. Die Gelege aus 30-50 Eiern werden von Juli bis August in verrottendem Pflanzenmaterial, z.B. modernden Baumstümpfen, Sägemehlhaufen oder Komposthügeln, abgesetzt. An geeigneten Stellen wurden schon riesige Gemeinschaftsgelege aus bis zu 3000 Eiern gefunden." ), "Natrix tesselata" => array( "Name" => "(LAURENTI, 1768);Würfelnatter", "Merkmale" => "Mittelgroße, relativ schlanke Natter mit länglichem, deutlich vom Körper abgesetztem, etwas kantig wirkendem Kopf. Länge meist 60-90, selten über 100 cm. Weibchen größer und kräftiger, im Extremfall bis zu 1,5 m lang. Pupillen rund, Nasenlöcher und Augen schräg nach oben gerichtet. Oberseite braun, olivbraun, gelblich, rötlich, grau oder fast schwarz mit einem variablen, mehr oder weniger ausgeprägten „Würfelmuster“ aus dunklen, meist längs angeordneten Flecken, die manchmal auch zu Querbarren verschmelzen können und sich oft mit helleren Flecken abwechseln. Kopf undeutlich gefleckt, Nacken in der Regel mit einer V-förmigen Zeichnung. Unterseite weißlich, gelblich oder rötlich mit dunklem Schachbrett- oder Längslinienmuster, manchmal auch fast ganz schwarz. Schuppen stark gekielt, in der Regel in 19 (selten auch 17 oder 21) Reihen um die Körpermitte.", "Verbreitung" => "Südliches und südöstliches Europa, von Italien über den gesamten Balkan bis nach Zentralasien, außerdem isoliert in Deutschland; dort sehr selten und vom Aussterben bedroht - ursprünglich nur an den Flüssen Mosel, Nahe und Lahn; ein Wiederansiedlungsversuch der Deutschen Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) wurde in neuerer Zeit an der Elbe bei Meißen durchgeführt. Im nördlichen Verbreitungsgebiet nur im klimatisch begünstigten Flach- und Hügelland, im Süden auch bis maximal 2200 m. In Baden-Württemberg wurden einzelne Nachweise vom Neckar und Hochrhein bekannt, dabei handelte es sich vermutlich um eingeführte Tiere.", "Lebensraum" => "Wärme liebende Schlange, die nur in unmittelbarer Nähe naturnaher größerer Gewässer anzutreffen ist, v.a. in Flüssen, Seen und Altarmen mit Flachwasserzonen und gut strukturierten Uferbereichen, häufig an Schotterbänken mit Gebüsch und Totholz. In einigen Gebieten (z.B. an der bulgarischen Schwarzmeerküste) sogar im Salzwasser anzutreffen, wo sie sich von Meeresfischen ernährt.", "Biologie" => "Tagaktive, flinke Wassernatter, die ausgezeichnet schwimmt und taucht; kann mehrere Stunden unter Wasser bleiben. Sonnt sich gern auf Büschen und Zweigen, die über die Wasseroberfläche ragen. Ungiftige, harmlose Schlange, die beim Ergreifen nicht zubeißt, sondern ähnlich wie die Ringelnatter ein übel riechendes Kloakensekret abgibt. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Fischen, daneben aber auch Fröschen, Molchen und Kaulquappen. Das Weibchen legt nach einer mehrmonatigen Winterruhe 5-25 Eier im feuchten Boden oder in verrottendem Pflanzenmaterial. Die Jungen schlüpfen nach 8-10 Wochen mit einer Länge von 15-25 cm." ) ), "Ottern (Viperidae)" => array( "Vipera berus" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Kreuzotter", "Merkmale" => "Kräftig gebaute, aber vergleichsweise schlank wirkende Viper mit kurzem, abgesetztem Schwanz. Länge durchschnittlich 50-60 cm, maximal aber 85 cm, Weibchen meist größer und gedrungener gebaut als Männchen. Relativ schmaler, wenig vom Körper abgesetzter Kopf mit abgerundeter, nicht aufgewölbter Schnauze und senkrecht schlitzförmigen Pupillen. Oberseite sehr variabel, Grundfarbe braun, kupferfarben, blaugrau, schwarz („Höllenotter“), gelblich, olivgrün, orangefarben oder rot; Männchen generell kontrastreicher und eher in Grautönen, Weibchen eher rötlich braun. Rücken mit dunklem Zickzackband (auch Rauten- oder Wellenband), das im Gegensatz zur ähnlichen Wiesenotter in der Regel nicht schwarz umrandet ist. Flanken mit dunklen Punkten oder runden Flecken. X- oder V-förmige, mit der Spitze nach vorn zeigende Hinterkopfzeichnung und dunkles, von der Schnauze über das Auge bis zum Hals reichendes Schläfenband. Bauch grau, bräunlich oder schwarz, z.T. weiß gefleckt, Schwanzunterseite gelb oder rötlich. Kopf oberseits mit kleinen Schuppen und einer Reihe größerer Schilder. Afterschild ungeteilt. 21 gekielte Rückenschuppen um die Körpermitte.", "Verbreitung" => "Besiedelt weltweit eines der größten Verbreitungsgebiete aller Schlangenarten, u.a. auch weite Teile Europas (im Norden bis zum Polarkreis, im Süden bis auf die Balkanhalbinsel), in den Alpen bis in etwa 3000 m Höhe. Ostwärts bis zur russischen Insel Sachalin sowie in den Norden Chinas und Nordkoreas. In Baden-Württemberg nur in südlichen Landesteilen, im Schwarzwald, auf der schwäbischen Alb, im Allgäu und in Oberschwaben.", "Lebensraum" => "Vor allem in offenen und halboffenen Lebensräumen mit relativ hoher Luftfeuchtigkeit und starken Tag-Nacht-Temperaturschwankungen, z.B. Moorrandbereiche, strukturreiche Heideflächen, Geröllfelder, Steinbrüche, Kählschläge in Fichtenkulturen oder Waldränder.", "Biologie" => "Tagaktive, scheue Giftviper, deren Gift v.a. auf Blut und Gefäßsystem wirkt. Gift weniger wirksam als das der Aspisviper, sodass Bissunfälle zwar meist schmerzhaft sind (das kann ich aus eigener Anschauung bestätigen!), aber nur extrem selten einmal tödlich verlaufen. Die Nahrung besteht aus Mäusen, jungen Vögeln, Fröschen und Eidechsen. Winterruhe in Mitteleuropa von Mitte Oktober bis Mitte März, die Paarungen und Kommentkämpfe der Männchen finden im April oder Mai statt. Lebendgebärende Art, die im Spätsommer 5-20 Jungtiere absetzt. Nördlich des Polarkreises beträgt die jährliche Aktivitätsphase oft nur 17-18 Wochen." ), "Vipera aspis" => array( "Name" => "(LINNAEUS, 1758);Aspisviper", "Merkmale" => "Mittelgroße, gedrungen gebaute Viper mit kurzem Schwanz, kantigem, deutlich vom Körper abgesetztem und dreieckig wirkendem Kopf sowie aufgewölbter Schnauzenregion (aber kein Schnauzenhorn). Länge meist 60 bis 70 cm, maximal 85 cm. Pupillen senkrecht schlitzförmig. Oberseite hellgrau, gelblich, bräunlich oder rötlich bis orangebraun, manchmal auch schwarz (v.a. in den Alpen), mit 2 Reihen dunkler, versetzt stehender, rechteckiger Flecken oder Querbarren, die auch zu einem Wellenlinien- oder Zickzackband verschmolzen sein können. Flanken mit kleinen oder großen, in der Regel versetzt zur Rückenzeichnung stehenden dunklen Flecken. Männchen sind meist etwas länger und kontrastreicher gefärbt als die Weibchen. Unterseite grau, z.T. dunkel gefleckt, Schwanzunterseite oft gelblich oder orangefarben. Kopfoberseite in der Mitte nur mit kleinen Schildern bedeckt. Afterschild ungeteilt. 21-23 gekielte Rückenschuppen um die Körpermitte.", "Verbreitung" => "In Teilen West- und Mitteleuropas, von Nordostspanien über Frankreich, die Schweiz und Süddeutschland bis nach Italien. Vor allem im Hügelland und Mittelgebirge, in den Alpen und Pyrenäen bis maximal 3000 m Höhe. In Deutschland sehr selten und stark gefährdet, es ist nur ein kleines isoliertes Vorkommen in Baden-Württemberg (südlicher Schwarzwald bei bei Waldshut-Tiengen), am nordöstlichen Arealrand der Art, bekannt.", "Lebensraum" => "Bewohnt v.a. südexponierte, trockene, vegetationsbestandene Berghänge, aber auch sonnige Flusstäler, moorige Wiesen, lichte Wälder oder offene, mit Gebüsch und Felsen durchsetzte Flächen.", "Biologie" => "Tagaktive, bodenlebende Viper mit starkem Gift, das wesentlich wirksamer als das der Kreuzotter ist (kann für Menschen u.U. tödlich sein). Die Beute besteht vor allem aus Mäusen, aber auch aus Eidechsen und kleinen Vögeln, die durch den Giftbiss getötet werden. Nach einer mehrmonatigen Winterruhe finden im April und Mai die Paarungen statt. Die lebendgebärenden Weibchen setzen im August oder September 5-15 Jungtiere ab." ) ) ); ?> [ Frösche - Frogs - Anuros ]
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